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Ausfahrt mit dem Hohlstablenkboot „Siegburg“

Während der diesjährigen Kieler Woche hatte der Marine-Verein Heidenheim die Gelegenheit, mit dem Hohlstablenkboot „Siegburg“ M1098 der Ensdorf-Klasse eine Ausfahrt auf der Kieler Förde mitzumachen. Zum Schutz vor Magnetminen und für bessere Splitterschutzeigenschaften bestehen die Bootskörper und alle wesentlichen Anlagen aus amagnetischen und schockabsorbierenden Werkstoffen. Alle Anlagen und Geräte sind darüber hinaus schockgelagert. Die Hauptminenabwehrkomponente des Waffensystems stellen die sogenannten „Seehunde“ dar. Als „Seehunde“ werden Hohlstäbe – kleine Begleitboote zur Minenbeseitigung – bezeichnet. Sie können mit akustischen und magnetischen Mitteln Minen auslesen. Das TROIKA PLUS-System erlaubt es, bis zu vier dieser Drohnen einzusetzen.

Am frühen Morgen ging es an Bord, wo die Gäste von Kommandant Palm begrüßt wurden. Nachdem die Besatzung zur Begrüßung angetreten und auf Vollzähligkeit kontrolliert worden war, wurden die Besucher in zwei Gruppen aufgeteilt. Um Punkt 9 Uhr legte die „Siegburg“ ab und die Gäste wurden durch das Boot geführt. Über den Maschinenraum bis hoch zur Brücke bekamen sie einen tollen Einblick und Antworten auf all ihre Fragen. Leider konnte die „Siegburg“ an diesem Tag nur mit einer Schraube fahren, da an der zweiten eine Dichtung defekt war.

Nach einem leckeren Mittagessen (Fisch und/oder Gulasch) ging die Führung durchs Boot weiter, auch der Arzt an Bord hatte Interessantes zu berichten Die M1098 wurde unter anderem zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer eingesetzt, also auch zur Humanitären Hilfe!

Am Nachmittag, nach dem Anlegemanöver und der Sicherung des Bootes, gab es zum Abschluss eines gelungenen Tages bei bestem Wetter ein sogenanntes „Einlaufbier“ für diejenigen, die mochten. Danach wurden die Gäste verabschiedet. Es war alles in allem ein sehr gelungener informativer Tag auf der „Siegburg“. Der Marine-Verein Heidenheim bedankt sich sehr herzlich bei allen, die diese Ausfahrt möglich gemacht haben.

Text und Fotos: Werner Krause

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