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Berlin: Erster Parlamentarischer Abend der Marine

Die Deutsche Marine hat am 22. Juni ihren allerersten Parlamentarischen Abend in der Bundeshauptstadt ausgerichtet. Das Event in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins sollte vor allem dazu dienen, noch mehr maritimes Bewusstsein in Berlin einzupflanzen.

Marine-Uniformen in Berlin? Die sind dieses Jahr in der Hauptstadt einmal richtig prominent aufgetreten. Der Anlass: der erste Parlamentarische Abend der Deutschen Marine. In die Vertretung des Landes Schleswig-Holstein, zwischen Potsdamer Platz und Reichstag gelegen, waren rund 240 Gäste gekommen, um sich ausführlich mit maritimen und Marine-Themen zu befassen.

Eingeladen hatte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. „Zum einen wollen wir ein Forum für das Maritime hier in Berlin, dem politischen Herzen der Republik, bieten, nicht allein ein Forum für die Marine“, erklärte er vor den versammelten Abgeordneten, Ministeriumsvertretern, Botschaftsangehörigen und Pressevertretern. „Denn das Besondere an der ‚Dimension See‘ ist, dass die Marine nicht nur die See nutzt wie andere auch – so wie ein Panzer auf der Erde fährt –, sondern dass die Marine in ihrer Auftragserfüllung, in den Besonderheiten ihres Alltags, in jedem Bereich mit den anderen maritimen Akteuren auf das Engste verbunden ist.“

Deutsche Marine meets GEOMAR

Einer dieser Akteure trat zum Parlamentarischen Abend auch prominent auf: Professor Peter Herzig, Leiter des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, hielt die Keynotedes Abends. Ihm ging es auch darum, das maritime Bewusstsein im Binnenland zu stärken. „Es gibt hier noch viele, die sich dieser Dimension gar nicht bewusst sind“, meint er.

„Es würde mich aber ebenso freuen, wenn sich unsere Welten – die der Marine und die der Meeresforschung – einander annähern“, zieht Herzig sein Resümee der Veranstaltung. „Wir beide betreiben Schiffe, wir beide müssen unsere Welt Außenstehenden erläutern.“

Vizeadmiral Krause ging auch auf den Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages ein, die Beschaffung eines zweiten Loses Korvetten der „Braunschweig“-Klasse zu genehmigen und einzuplanen. „Das wird der erste praktische Schritt zur Umsetzung der Trendwende Material für die Marine“, erklärte er. „Ich danke allen daran Beteiligten, im Bundestag, dem Ministerium, der Bundeswehr und der Industrie für die bis zum heutigen Tag gezeigte Hartnäckigkeit – und auch Kompromissbereitschaft.“

Das zweite Motiv des Abends war, Verbindungen rund um und für die Deutsche Marine zu knüpfen. „Pflegen Sie also den Klönschnack, spinnen Sie Seemannsgarn, beschwören Sie Klabautermänner, Kameradschaft und Kielschweine auf Schiffen“, forderte Krause seine Gäste auf. „Vor allem: Kommen Sie ins Gespräch!“

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine

Der Leiter des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Professor Peter Herzig, bei seinem Vortrag (Quelle: 2017 Bundeswehr / Marcus Mohr)

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