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Besuch der Dänischen Heimwehr-Flottille 284 in Flensburg

Auf Einladung der Oberbürgermeisterin von Flensburg, Simone Lange, war vor kurzem das Patrouillenboot MHV 901 ENØ zu Besuch in Flensburg. Anlass war die kameradschaftliche und freundschaftliche Verbundenheit, die die Maritime Vereinigung Flensburger Förde e.V. (MVFF) seit zehn Jahren mit der Naval Homeguard Flotille 284 Rødby, Dänemark pflegt.

Für die Besatzung der ENØ mit seinem Kommandanten, Lieutenant Charles von Rafenstain, war es inzwischen der dritte Besuch in Flensburg. Im Jahr 2009 knüpfte der damalige Vorsitzende der MVFF die ersten Kontakte zur Flottille. Daraufhin liefen zum Abgeordnetentag des Deutschen Marinebundes (DMB) in Flensburg im Mai 2009 zwei Boote der Flottille aus Rødby und Korsør in den Flensburger Hafen ein. Verstärkt wurde die dänische Abordnung durch ein Militär-Damen-Musikorchester aus Kopenhagen, das ebenfalls zum Rahmenprogramm des AO-Tages beitrug.

Die ENØ hatte nach dem Einlaufen am Freitag zu einem Empfang zu Ehren der Oberbürgermeisterin und anlässlich des 10-jährigen Jubiläums geladen. Die deutsche und dänische Presse aus Flensburg war ebenfalls zu dem Empfang gebeten worden.

Nachdem die ENØ am Samstag im Rahmen von „Open Ship“ zunächst für die Öffentlichkeit zugänglich war, kam die Oberbürgermeisterin erneut an Bord – diesmal allerdings mit einer Reihe von Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag, die froh waren, vor dem sturzbachartigen Regen Schutz auf dem dänischen Schiff zu finden.

Simone Lange nutzte die Zeit an Bord der ENØ, um gegenüber der Besatzung eine weitere Einladung in die schöne Stadt Flensburg auszusprechen – und zwar aus triftigem Grund: Vor knapp 100 Jahren, am 10. Februar 1920, erfolgte eine Volksabstimmung über den Willen der Zugehörigkeit aller Stimmberechtigten – für Dänemark oder für Deutschland. Das in naher Zukunft anstehende Jubiläum dieses Abstimmungsvorgangs ist, unabhängig vom damaligen Ergebnis, Grund zum feierlichen Begehen in Flensburg – in dänisch-deutscher Verbundenheit.

Text und Fotos: Günter Thye

Kommandant Charles von Rafenstain (links) und Rüdiger Jürgensen, 1. Vorsitzender der MVFF.

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