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Bund der Steuerzahler verbreitet falsche Informationen! Aktuell drei Uboote verfügbar!

Drei von sechs Ubooten der Deutschen Marine können derzeit zur See fahren. Im nächsten Jahr werden voraussichtlich vier Uboote zur Verfügung stehen.

„Das ist der Normalfall, weil der Betrieb der Uboote einen Turnus aus Werftliegezeit, Einsatzausbildung und Einsatz erfordert“, so der Sprecher des Inspekteurs der Marine, Kapitän zur See Dumrese (52). Der Bund der Steuerzahler verbreite somit seit gestern falsche Informationen. Das sei verantwortungslos, weil damit das offensichtliche Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Leistungsfähigkeit der Marine untergraben werde. Es sei zudem sehr irritierend, wenn der Bund der Steuerzahler für sein Schwarzbuch auf einen neun Monate alten Sachstand zurückgreife. Jedermann könne das auf der Internetseite des Steuerzahlerbundes nachvollziehen (https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/fall-details/fuer-die-500-millionen-euro-boote-fehlen-ersatzteilen-und-reparaturkapazitaeten/). Wenn sich für Herrn Altmann, dem Präsidenten des schleswig-holsteinischen Steuerzahlerbundes also die Frage stelle, „was 850 Soldaten eines Uboot-Geschwaders den ganzen Tag treiben“, laute die Antwort: „Von den eben nur 715 Soldaten dieses Uboot-Geschwaders – davon übrigens ein Gutteil Stabsangehörige und Besatzungen der drei zum Geschwader gehörigen Flottendienstboote – fahren derzeit drei Uboot-Besatzungen zur See. Die restlichen Besatzungen werden im Ausbildungszentrum Uboote (AZU) in Simulatoren ausgebildet. Und dass ein Kommandant auf seine Ausbildung wartet, ist ebenfalls falsch“, so Dumrese weiter.

Als im Oktober 2017 tatsächlich alle sechs Uboote in der Werft oder im Marinestützpunkt auf ihre Instandsetzung warteten, lag das unter anderem an mangelnden Ersatzteilen und fehlenden Werftkapazitäten. Daraufhin haben die Marine, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und die Industrie gemeinsam Maßnahmen ergriffen, deren Erfolg heute sichtbar ist. Dank der Trendwenden konnte die Beschaffung eines Ersatzteilpaketes für alle Uboote eingeleitet werden. Ein Instandsetzungsrahmenvertrag mit der Industrie führt außerdem zu einer besseren Planbarkeit der Werftliegezeiten. „Beides zusammen erhöht ganz offensichtlich die Verfügbarkeit der Uboote für die Marine“, erläutert der Sprecher des Inspekteurs. Am Beispiel der Uboote werde zudem deutlich, so Dumrese weiter, wie die Marine die von der Politik beschlossenen Trendwenden nun mit Leben füllt und umsetzt. Insofern sei es gut und richtig, dass nach Jahren des Schrumpfens nun die Politik auch der Marine wieder mehr Geld zur Verfügung stelle.

Abschließend stellte Dumrese noch klar, dass die Kosten für Instandsetzung der „Gorch Fock“ auch falsch wiedergegeben seien. Auch sei natürlich untersucht worden, wie viel ein Neubau eines Segelschulschiffs kosten würde. Mit der „Alexander von Humboldt“ sei die „Gorch Fock“ in vielerlei Hinsicht nicht zu vergleichen.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine

U 34 in der aufgewühlten See des Skargerraks. Foto: PIZ Marine/Thomas Hegenbart

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