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Deutsche Marine bei „Northern Coasts 2018“

Fregatten, Korvetten, Patrouillenboote, Unterstützungsschiffe, Flugzeuge, Hubschrauber und mehrere Dutzend Landeinheiten – Spezialisten wie Minentaucher und Küstenschutzkräfte, all das bietet „Northern Coasts 2018“ in Finnland. Mehr als 40 Schiffe und Boote werden Ende kommender Woche in der Hafenstadt Turku des Gastgeberlandes zusammenkommen und gemeinsam trainieren. Die Sicherheit der Ostsee-Region steht bei dem Manöver ganz oben. Insgesamt beteiligen sich 4.000 Soldaten aus 13 Nationen.

Parallel zum NATO-Manöver „Trident Juncture“ in Norwegen üben elf Bündnisnationen zusammen mit Schweden und Finnland zwischen dem 26. Oktober und dem 8. November 2018. Im Fokus steht die Sicherung der Seewege in der östlichen Ostsee. Diese führen bis weit in den hohen Norden und dienen dazu, die Bevölkerung und verbündete Streitkräfte zu versorgen – unter Nutzung des Landwegs auch bis nach Norwegen hinein.

Bedrohungen kann es für diese Seewege im Krisenfall viele geben, zum Beispiel durch Seeminen, Kriegsschiffe, Flugkörper, Uboote und Sabotage. Im finnischen Küstenvorfeld gilt es, in engen Gewässern zu operieren, aber auch ein paar Dutzend Seemeilen von Land entfernt. Das Manövergebiet liegt vor den Eingängen zum Finnischen und Bottnischen Meerbusen, erstreckt sich über das Schärenmeer vor der finnischen Hafen- und Marinestadt Turku hinaus. Das Szenario findet hauptsächlich auf See statt, beinhaltet aber auch landgebundene Anteile, wie zum Beispiel den Schutz von Hafeninfrastruktur.

Die Deutsche Marine entsendet als Führungsschiff einer Einsatzgruppe die Fregatte „Hamburg“, außerdem eine Korvette, drei Minenabwehrboote und aus dem Seebataillon Kräfte der Minentaucher und der Aufklärungskompanie.

Hintergrundinformationen

Dem Szenario von „Northern Coasts 2018“ liegt zu Grunde, dass die Seewege vor dem Eingang des Finnischen und Bottnischen Meerbusens von einer fiktiven Allianz bedroht werden. Die Übung findet auf See und im Küstenumfeld an Land statt und zielt darauf, die internationale, taktische Zusammenarbeit zu verbessern. Für die Marine geht es um die „klassischen“ Domänen: Um den Schutz und die Freiheit von Seewegen, um Abschreckung und Präsenz, um die Abwehr symmetrischer und asymmetrischer Bedrohungen, den Aufbau eines Lagebildes, den Schutz von Häfen und Infrastrukur, Minenabwehr, Gebietskontrolle und Aufklärung.

Insgesamt kommen rund 4.000 Soldaten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Kanada, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen, Schweden und USA zusammen. An Bord der deutschen Fregatte „Hamburg“ ist der Geschwaderkommandeur des 2. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Sven Oliver Beck, als „Commander Task Group“ eingesetzt. Ihm unterstehen für „Northern Coasts 2018“ deutsche und dänische Fregatten, eine Korvette, zwei Minenabwehr-Gruppen und die Schifffahrtleitung. Die Deutsche Marine wird außer der Fregatte „Hamburg“ mit der Korvette „Erfurt“, den Minenjagdbooten „Weilheim“ und „Dillingen“, dem Hohlstablenkboot „Pegnitz“ sowie Kräften der Minentaucher und der Aufklärungskompanie aus dem Seebataillon vertreten sein.

Die Übung „Northern Coasts“ findet seit 2007 statt. Gastgeber in 2018 ist Finnland, das einen Admiral als Verbandsführer der für die Übung gebildeten Task Force stellt. Im Jahr zuvor hatte Schweden diese Rolle übernommen. Von den teilnehmenden Nationen sind Schweden und Finnland die beiden Länder, die nicht dem Nordatlantik-Bündnis, aber der EU angehören. Für die Deutsche Marine ist die Einbindung der Ostseeanrainer in ein regionales maritimes Sicherheitskonzept wichtig. 2015 hat sie dafür die Baltic Commanders Conference gegründet, an der alle Marinebefehlshaber der NATO- und EU-Partner der Region teilnehmen.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine

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