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Deutsche und russische Studierende zu Gast im Marine-Ehrenmal in Laboe

Vor kurzem besuchte eine Gruppe Studierender der Helmut-Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg und der staatlichen Universität St. Petersburg, Russland, das Marine-Ehrenmal in Laboe. Im Rahmen eines kooperativen Lehrforschungsprojektes erarbeiten die jungen Bundeswehroffiziere, die das Fach „Erwachsenenbildung“ studieren, ein Lehrbuch zum Thema „Deutsche Kulturgeschichte“ für die russischen Germanistikstudenten.

Die Spuren der Deutschen Kulturgeschichte führten die Studentinnen und Studenten auch nach Kiel und Laboe. Ein Besuch des Kieler Nordfriedhofs, der bis 1945 als Garnisionsfriedhof diente und auf dem unzählige Tote aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ihre letzte Ruhe gefunden haben, eröffnete interessante Einblicke in den Wandel der deutschen militärischen Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert.

Bei bestem Wetter ging es im Anschluss weiter Richtung Kieler Hafen. Vor der Dampferfahrt nach Laboe, stattete die Gruppe dem Denkmal Zar Peters III. einen Besuch ab, der 1728 als Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorf im Kieler Schloss geboren wurde. Ein kurzer Vortrag  gab einen Überblick über der Lebensweg von der Kieler Förde auf den russischen Zarenthron und über die Umstände seines Sturzes und seiner Ermordung im Jahr 1762.

In Laboe  informierte eine umfangreiche und spannende Führung durch die Räumlichkeiten und Ausstellungen über die Geschichte des Marine-Ehrenmals und veranschaulichte die den umfassenden Bedeutungswandel vom nationalen Heldendenkmal zur internationalen Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen.

Text und Fotos: Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg

Eine der Studentinnen an der Tafel von Gorch Fock.

Auf dem Innenhof des Marine-Ehrenmals.

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