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Die Marinekameradschaft Göttingen fährt „ins Blaue“

Während die Marine eigentlich auf oder maximal im Wasser unterwegs ist, führte die diesjährige „Fahrt ins Blaue“ der Marinekameradschaft (MK) Göttingen „unter Tage“.

Bereits frühzeitig brach der Bus mit Axel Rach, dem stellvertretenden Vorsitzenden der MK, als Fahrer in Richtung Norden auf, ohne dass die 35 mitreisenden Mitglieder und Gäste wussten, wohin die Reise führen würde. Als Ausstattung waren im Vorfeld allerdings „festes Schuhwerk und Jacke“ empfohlen worden.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Rührei und allem „Pipapo“ ging es bei Seesen über die ersten Harzberge ins Innerstetal. Nun ahnten die Ersten, wohin es gehen würde. Ziel war die Historische Silbergrube – Bergbaumuseum „Lautenthals Glück“ in Lautenthal im Oberharz, wo der Bus mit wenigen Minuten Verspätung eintraf. Vor Ort wurde die Gruppe bereits etwas ungeduldig erwartet, da die Grubenbahn abfahrbereit in den Startlöchern stand. Leider mussten bis zum Grubenbahnhof noch etwa 200 sehr unebene Meter überwunden werden, was für einige Mitreisende, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, nicht ganz einfach war.

Ausgestattet mit grünen Schutzhelmen ging es mit der Grubenbahn bedauerlicherweise wenig Wirbelsäulenfreundlich in den Tiefen-Sachsen-Stollen. Dort erläuterte ein ehemaliger Bergmann die Geschichte der Grube und beantwortete ausgiebig sämtliche Fragen. Nach einem kurzen Treppenaufstieg auf eine höhere Sohle ging es mit der Grubenbahn wieder hinaus. Anschließend bestand die Gelegenheit, sich mit einer Rekonstruktion der Erzschifffahrt im historischen Wasserlösungsstollen körperlich zu betätigen oder die Ausstellung zu besichtigen.

Danach sollte es mit dem Bus zu einer Ausflugsgaststätte nahe Lautenthal gehen, jedoch war diese aufgrund schlechter Straßenverhältnisse maximal mit einem Eselkarren, aber kaum mit einem Bus erreichbar. Nach einer ausgiebigen Rundfahrt in schönstem herbstlichem Licht durch das Innerstetal entschloss sich Axel Rach ein Hotel in Lautenthal anzufahren, wo die Gruppe sogleich die Terrasse enterte. Trotz fehlender Voranmeldung und nach einem ersten Schreck beim Personal klappte alles sehr gut und alle waren mit den Windbeuteln, Waffeln und anderen Leckereien sehr zufrieden.

Am frühen Abend traf die Reisegruppe nach dichtem Sonntagnachmittag-Reiseverkehr wohlbehalten wieder am Ausgangspunkt in Göttingen ein.

Text: Holger Quentin
Fotos: Iris Quentin

Ankunft an der Historischen Silbergrube – Bergbaumuseum „Lautenthals Glück“.

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