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Freiwillige Helfer – U995 wird schick gemacht

Dank der Unterstützung zweier freiwilliger Helfer gingen die jährlichen Restaurierungsarbeiten am Technischen Museum U995 zügig voran.

Als der Deutsche Marinebund (DMB) via Facebook eine Suche nach freiwilligen Helfern für die Instandsetzungsarbeiten am Technischen Museum U995 startete, dachten sich Tim Garbe und Sven Meyer: warum eigentlich nicht!? Und so kam es, dass die beiden diese Woche täglich gemeinsam mit Ronald Hansen vom Technikteam des DMB an Deck von U995 fleißig waren.

Voraussetzung für den Freiwilligendienst war die Mitgliedschaft im DMB – allein schon aus versicherungstechnischen Gründen. Sven Meyer war bis dato jedoch noch gar kein Mitglied. Das Marine-Ehrenmal, das U-Boot und Laboe kennt er allerdings schon lange. „Seit 1992 komme ich regelmäßig nach Laboe“, sagt Meyer – zunächst mit der Familie zum Urlaub machen, später dann mit dem 2. Schnellbootgeschwader, dem er von 2000 bis 2004 angehörte. „Die Graue Flotte war schon immer mein Hobby und deshalb freut es mich, als freiwilliger Helfer dieses Denkmal zu erhalten“, sagt Meyer. Für die Arbeiten am U-Boot hat sich Meyer, der sonst in der Messebranche tätig ist, extra Urlaub genommen – und er ist natürlich in den DMB eingetreten.

Tim Garbe brauchte als Selbstständiger in den Bereichen Küchenvertrieb und Transport keinen Urlaub zu nehmen. Und Mitglied im DMB war er ebenfalls schon. „Als Kind habe ich mal vor dem U-Boot gestanden, auf den Turm gezeigt und gesagt: Da oben möchte ich mal rauf“, sagt Garbe. Diesen Kindheitstraum hat er sich diese Woche erfüllt. Wie Meyer war er in früheren Jahren immer mal in Laboe – von 1993 bis 1998 an Bord einer Fregatte und seit 2012 mindestens einmal im Jahr im Hotel ADMIRAL SCHEER. Garbe ist schon lange marinehistorisch interessiert und empfindet das Technische Museum U995 als Denkmal unbedingt erhaltenswert.

Bei der Marine hatten beide mit Artillerie zu tun. Deshalb war für sie das Highlight, die Flugabwehrkanonen auf Vordermann zu bringen. Innerhalb der vergangenen Tage haben sie gemeinsam mit Hansen über 60 Stunden auf dem Deck von U995 gearbeitet – rostige Stellen mit dem Schleifgerät bekämpft und mit Rostumwandler angepönt. „Es hat sich eigentlich gar nicht nach Arbeit angefühlt“, sagt Garbe. „Eher wie Urlaub.“ Die beiden hatten aber auch Glück – anstelle des oftmals sehr unbeständigen Schleswig-Holsteinischen Wetters mit Regen und mäßigen Temperaturen, lachte jeden Tag die Sonne vom Himmel.

Nun geht es für beide wieder zurück in die Heimat – für Meyer in die Nähe von Halle an der Saale und für Garbe nach Seesen bei Goslar. Der Deutsche Marinebund bedankt sich ganz herzlich bei den beiden und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen – dann auch gerne als „ganz normale“ Gäste.

Text und Fotos: Jana Tresp, Deutscher Marinebund e.V.

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