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Friendship and Fun beim 4. Internationalen Maritimen Mehrkampf Kiel

136 Jahre wird die Kieler Woche alt und sie ist doch zeitlos jung. Denn das größte Sommerfest im Norden Europas und zugleich die weltgrößte Segelveranstaltung präsentieren sich immer wieder neu. Neun Tage maritime Atmosphäre pur, neun Tage internationale Begegnungen. Die Kieler Woche ist auch in diesem Jahr ein faszinierendes Kaleidoskop unterschiedlichster Themen und Veranstaltungen. Die seesportliche Auftaktveranstaltung der Kieler Woche war der 4. Internationale Maritime Mehrkampf (IMM KIEL),  eine Veranstaltung des Deutschen Marinebundes (DMB) und des Reservistenverbandes.

Marinesoldaten und Reservisten aus Frankreich, China, Großbritannien, Niederlande, USA und Deutschland waren angetreten, um sich an der Knotenbahn, beim Wurfleine werfen, Vertikal Tauklettern, Zielwerfen, Rettungsschwimmen, Schlauchbootpaddeln, Seemeilenlauf sowie bei der Erste-Hilfe und der Schiffssicherung zu messen.

Organisiert und geleitet wurde der Wettkampf durch Stabsbootsmann d.R. Kurt-E. Finke, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Heide. Unterstützt wurde der Stabsbootsmann durch die DLRG unter Führung von Dr. Susanne Schumacher-Gorny, durch die THW Ortsverbände Tönning und Kiel unter der Führung von Ralf Oldehus, dem Deutschen Seesport Verband aus Hof und Stuttgart, Reservisten und Mitgliedern des Deutschen Marinebundes aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Jüngste Unterstützungskraft war die fünfjährige Mia Lilli Struve, Mitglied bei der Marinejugend der Marinekameradschaft Heide. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Vizeadmiral Rainer Brinkmann, Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte.

Für die Landeshauptstadt Kiel entrichtete Ratsherr Falk Stadelmann die Grußworte. Er hieß alle Teilnehmer herzlich willkommen und wünschte allen unvergessene und erfüllte Tage in der Landeshauptstadt Kiel und in der internationalen Gemeinschaft.

Die Mannschaften der „HMS TRUMPETER“, (P294) und der „HMS PUNCHER“ (P291) Patrouillen- und Trainingsboote der British Royal Navy, waren vom internationalen maritimen Mehrkampf begeistert: Das Motto stimmt „Friendship and Fun“  ̶  „Freundschaft und Spaß“. Die unkomplizierte und offene Art der internationalen Teilnehmer aus aller Welt machte den 4. IMM KIEL zu einem erinnerungswürdigen Ereignis.

Ziel der Veranstaltung war es, die seemännischen, soldatischen und allgemeinen physischen, geistigen und psychischen Anforderungen eines Marinesoldaten / Seefahrers abzubilden und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Neue Kontakte konnten geknüpft und bestehende vertieft werden.

Bei der Siegerehrung bot sich ein buntes Bild der Nationen. Sie wurde während der Open Ship-Veranstaltung im Marinestützpunkt Kiel auf der GNEISENAUBRÜCKR durch den Flottillenadmiral Christian Bock – Kommandeur der Einsatzflottille 1 und Direktor des COECSW der NATO in Kiel (Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow Waters deutsch: Kompetenzzentrum für Operationen in Randmeeren und Küstengewässern) – und des Vorsitzenden des DMB Landesverbandes NORD, Kapitänleutnant a.D. Dieter Reschke und Oberst d.R. Udo Wachholz, Stellv. Vorsitzender des Reservistenverband Landesgruppe SH da durchgeführt. Die Goldmedaille errang mit 1399 Punkten die Mannschaft der chinesischen Fregatte „BINZHOU“ vor der Reservisten-Mannschaft „Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte“ (RSU Kp Schleswig) mit 1237 Punkten (Silber) und der Mannschaft des Minenjagdbootes ZMS „URK“ aus den Niederlanden mit 1222 Punkten (Bronze). Auf die Plätze vier und sieben kamen die Mannschaften der Fregatte HMS MONMOUTH Großbritannien 1115 Punkte, USS MOUNT WHITNEY USA mit 996 Punkten, des Minensucher CÉPHÉE Frankreich mit 965 Punkten und das Teams der Patrouillen- und Trainingsboote der British Royal Navy „HMS TRUMPETER“ P 294 und der „HMS PUNCHER“ P291 mit 770 Punkten.

Ein BRAVO – ZULU an alle Mannschaften und Teilnehmer: Gut gemacht!

Text: Kurt-Ewald Finke
Fotos: Ilka Just

Das Team der ZMS „URK“ NLD beim Sägen eines Druckverteilungsbalkens für den Bau der Dreiecksabstützung zur Leckabwehr.

Vor der Kulisse von 35 Marineschiffen aus 12 Nationen in Tirpitzhafen
die DLRG Station Schlauchboot paddelt.

„BINZHOU“ CHN an der Knotenbahn.

Flottillenadmiral Christian Bock Kommandeur Einsatzflottille 1 und Kapitänleutnant a.D. Dieter Reschke, DMB Landesverbandsleiter NORD.

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