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Gedenken am Eigelsteintor

Wie es bereits gute Tradition ist, kamen auch in diesem Jahr Teilnehmer aus Köln und allen Teilen der Bundesrepublik, darunter Konteradmiral Martin Krebs, Vizepräsident des Bundesamtes für Personalmanagement und der Vizepräsident des Deutschen Marinebundes, Werner Schiebert, vor kurzem zum Eigelsteintor. Sie gedachten der 508 toten Besatzungsmitglieder, die bei der Versenkung des Kleinen Kreuzers „Cöln“ an diesem Tag vor genau 104 Jahren westlich von Helgoland ums Leben kamen.

Wie Heinz Peter Hemmersbach, der Vorsitzende des Freundeskreises Marineschiffe Köln, betonte, galt das Gedenken zugleich auch den Gefallenen der beiden Weltkriege. Heinrich Kramer, katholischer Militärdekan in Köln, schloss in seinem Gebet für die Toten auch das Andenken an die Männer der Bundeswehr ein, die in den Einsätzen für die Schaffung einer gerechten Friedensordnung ihr Leben lassen mussten.

Der Marinehistoriker Dr. Heinrich Walle wies auf die Besonderheit dieses Mahnmals hin, da es durch das Wrack des zerschossenen Kutters der „Cöln“ Schrecken und Grausamkeit des Krieges wie kein anderes Denkmal in Köln verkörpere. Das Mahnmal entstand, so Dr. Walle, als Zeichen der Verbundenheit von Kölner Bürgern mit den Schiffen Cöln/Köln die für deutsche Marinen auf allen Weltmeeren zu finden waren.

Mit einer neuen, der sechsten Köln wird die mehr als 100-jährige Patenschaft wieder aufleben. So war zum Ende dieses eindrucksvollen Totengedenkens der letzte Funkspruchs der ersten „Cöln“, mit dem sie ihren im Kampf stehenden Schwesterschiffen zu Hilfe eilte, ein Leitwort für die Zukunft: „CÖLN kommt!“.

Text und Fotos: Werner Schiebert, Chefredakteur Leinen los!

Der zerschossene Kutter der „Cöln“ mahnt die Menschen zum Frieden.

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