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Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertags und zur Würdigung der Beendigung des 1. Weltkriegs

Laboe. Die traditionelle Kranzniederlegung zur Ehrung der Gefallenen beider Weltkriege am Laboer Ehrenmal fiel in diesem Jahr mit einem bedeutenden historischen Jubiläum zusammen. Vor 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. Und so wurde in besonderer Weise der Toten gedacht und an den Waffenstillstand erinnert, der die damaligen europäischen Feinde befriedete.

„Gemeinsam erinnern wir heute an die fast zehn Millionen Gefallenen zu Land und zur See, die etwa 20 Millionen Verwundeten und die rund sieben Millionen zivilen Toten des Ersten Weltkriegs“, sagte Heinz Maurus. Der Präsident des Deutschen Marinebunds e.V. rief dazu auf, die Erinnerung an die Gefallenen als Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft zu betrachten: „Wir sollten darüber nachdenken, wie wir unser Europa in Zukunft gestalten wollen: gemeinsam oder gegeneinander, als Freunde oder als Konkurrenten. Oder um es mit den Worten Jean-Claude Junckers, des Präsidenten der Europäischen Kommission, zu sagen: ‚Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!’“

Neben Gästen und Partnern aus der deutschen Gesellschaft, Politik und Marine wie Dr. Ekkehard Klug, Landesvorsitzender Schleswig-Holstein des VdK, Klaus Schlie, MdL, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtags, und Vizeadmiral Rainer Brinkmann, Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte, waren internationale Gäste wie die in der Bundesrepublik akkreditierten Botschafter und Militärattachés eingeladen*. Der britische Marineattaché, Captain (RN) Andy Ewen, übergab den Propeller von UC 75 der Kaiserlichen Marine und Prof. Bill Niven, Universität Nottingham-Trent, gab dem Festakt mit dem Vortrag „Erinnerung und Gedanken“ einen weiteren historischen Rahmen.

Begleitet wurde die Gedenkfeier von den Schlägen der Schiffsglocke des deutschen Schlachtkreuzers SEYDLITZ. Dieser kämpfte am 31. Mai 1916 in der Skagerrakschlacht, der wohl größten Seeschlacht aller Zeiten, mit, wobei 98 Besatzungsangehörige ihr Leben verloren.

Die Kranzniederlegung erfolgte in der Gedenkhalle des Marine-Ehrenmals mit einer ökumenischen Gedenkandacht und einer Totenehrung durch den Vorsitzenden der Marine-Offizier-Vereinigung, Vizeadmiral a.D. Wolfgang Nolting. Das Marine-Ehrenmal ist als internationale Gedenkstätte der Erinnerung an die auf See Gefallenen aller Nationen gewidmet.

*Zu den ausländischen Delegierten der Kranzniederlegung gehörten: Captain Andy Ewen für die Britische Botschaft, Verteidigungsattaché KzS Dan B. Termansen für die Königlich Dänische Botschaft, Honorarkonsul Karsten Meyer für das Italienisches Generalkonsulat, Ron Inglis und Richard Buxton für den Nottingham City Council; die Australische Botschaft sandte einen Kranz.

Der Deutsche Marinebund e. V. (DMB), gegründet 1891, ist heute der größte maritime Interessenverband Deutschlands. Er fungiert als Dachverband von deutschlandweit mehr als 270 Vereinen sowie zahlreichen Marinekameradschaften und bietet allen mit der Seefahrt verbundenen Menschen ein Forum. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Marine und der Handelsschifffahrt fördert er alle Bereiche der deutschen Seefahrt und der maritimen Wirtschaft. Die Bundesgeschäftsstelle des DMB befindet sich im Ostseebad Laboe; der DMB ist Eigentümer der Gedenkstätte Marine-Ehrenmal und des Technischen Museums U 995 in Laboe.

Grußwort des Landesvorsitzenden Schleswig-Holstein des VdK, Dr. Ekkehard Klug

Übergabe des Propellers von UC 75 der Kaiserlichen Marine durch Captain RN Andy Ewen, britischer Marineattaché.

Vortrag zum Thema "Erinnerung und Gedenken" von Prof. Bill Niven, Universität Nottingham-Trent.

Propeller von UC 75 der Kaiserlichen Marine.

Trauermarsch in das Marine-Ehrenmal.

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