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Gelebte Patenschaft

Seit über 50 Jahren besucht eine Abordnung der Besatzung des Tenders WERRA alljährlich im Juni das Johannisfest in ihrer Patenstadt Eschwege. Ohne die „blauen Jungs“ von der Marine würde beim Festablauf in Eschwege etwas fehlen. Die Matrosen genießen großes Ansehen in der Eschweger Bevölkerung. Sie kommen gern in ihre Patenstadt, fühlen sich dort wohl und verbringen in Eschwege erlebnisreiche, wenn auch anstrengende Tage, denn ihr Aufenthalt ist auch mit Verpflichtungen verbunden.

Am Donnerstag, den 14. Juni 2018, traf Kapitänleutnant Robert Lehmann mit seiner 17-köpfigen Delegation in Eschwege ein. Nach dem Bezug ihres Quartiers im Ausbildungszentrum der Bundespolizei wurden die Matrosen im Marineheim der Marinekameradschaft (MK) Eschwege mit einem deftigen Grillbüffet und Einlaufbier empfangen. Bekannte Gesichter trafen aufeinander und es gab viel zu erzählen. Nach dem Austausch von Präsenten fand sich die Besatzung am Abend im Festzelt ein, wo sie bereits erwartet und vom Bürgermeister der Stadt Eschwege mit viel Beifall begrüßt wurde.

Glühweinverkauf für guten Zweck

Am Freitag erfolgen die offiziellen Scheckübergaben. Die Besatzung des Tenders WERRA verkauft in der Vorweihnachtszeit in Eschwege Glühwein zum guten Zweck. Der Erlös des Glühweinverkaufs wurde bei ihrem Eschwege-Besuch im Juni sozialen Einrichtungen wie dem Kindergarten „Kreuzkirche“, für den der Tender WERRA hat die Patenschaft übernommen hat, und der Behinderteneinrichtung den Werraland-Werkstätten übergeben. Beide Einrichtungen erhielten von Kommandant R. Lehmann jeweils einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. Die Kinder bedanken sich mit selbst gemalten Bildern und gesungenen Liedern. Es ist beiderseits eine innige Verbundenheit zu spüren. Am Abend begaben sich die Matrosen in die Innenstadt und erlebten dort im Kreise der vielen Tausend Festgäste unvergessliche Stunden.

Am Samstag lud das Stadtparlament die Matrosen nach dem traditionellen Maienzug zu einem gemütlichen Miteinander in die Stadthalle ein, um sich am Abend erneut im Festzelt zu treffen.

Der Höhepunkt des Johannisfestes ist der Festumzug am Sonntag. Die Matrosen marschierten selbstverständlich mit, was mit viel Beifall der Festbesucher honoriert wurde. Der Festzug ohne die weiß-blauen Uniformen ist undenkbar.

Familienausfahrt auf dem Tender WERRA

Normalerweise endet der Besuch der WERRA-Delegation am Montag mit einem gemeinsamen Frühstück im Marineheim. Aus dienstlichen Gründen erfolgte der Abschied dieses Jahr bereits am Sonntag nach dem Festumzug. Allerdings nur für kurze Zeit, denn Kapitänleutnant Robert Lehmann lädt die MK Eschwege und ihre Patenstadt (Delegation von 20 Personen) am 25. August 2018 zu einer Familienausfahrt auf den Tender WERRA ein. Die Vorfreude auf das baldige Wiedersehen ist groß.

Freundschaft zwischen Tender WERRA und Küstenwachschiff „BP 26 Eschwege“

Vor über 40 Jahren hat die Stadt Eschwege zudem die Patenschaft des Küstenwachschiffes der Bundespolizei „BP 26 Eschwege“ übernommen. Die Besatzungen von Tender WERRA und „BP 26 Eschwege“ treffen regelmäßig in ihrer Patenstadt Eschwege aufeinander und verbringen gemeinsam eine gute Zeit. Es hat sich eine innige Freundschaft zwischen ihnen entwickelt, die stets aufrechterhalten wird. Leider konnte die Besatzung des „BP 26 Eschwege“ aus dienstlichen Gründen dieses Jahr zum Bedauern aller nicht am Johannisfest teilnehmen.

In einem Punkt sind sich alle Beteiligten der Patenschaft einig: Eine Patenschaft sollte nicht nur auf dem „Papier“ bestehen, sondern auch gelebt werden. Tender WERRA, Küstenwachschiff „BP 26 Eschwege“, die Stadt Eschwege und die Marinekameradschaft Eschwege zeigen dies auf eindrucksvolle Weise.

Text und Fotos: Armin Schroth, 1. Vorsitzender der MK Eschwege  

Gruppenfoto vor dem Marineheim der MK Eschwege.

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