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Grünes Ostfriesland

Natur genießen, zur Ruhe kommen oder etwas Besonderes erleben – in Ostfriesland ist alles möglich. Um sich davon zu überzeugen, unternahm die Marinekameradschaft (MK) „Graf Spee“ Helbra u.U. 1926 ihre diesjährige große Jahresausfahrt nach Aurich. Nach guter Tradition war die Helbrarer Delegation bereits zum 15. Mal mit Mann und Maus ein langes Wochenende unterwegs. Um die Kapazität des Reisebusses voll auszunutzen, wurde die MK Helbra von der MK Querfurt sowie Freunden und Gästen aus Helbra und Umgebung unterstützt. Insgesamt machten sich 45 Personen in aller Frühe auf den Weg, um am Nachmittag im grünen Ostfriesland tief Luft zu holen und die klare Meeresluft einzuatmen.

In Wilhelmshaven angekommen, ging es zunächst auf eine zweistündige Rundfahrt durch den Marinestützpunkt, auf der die Reisegruppe von einem altgedienten „Mariner“ begleitet wurde, der einiges über den Stützpunkt zu berichten wusste. Obwohl mehrere Boote und Fregatten der 125er Klasse an der Pier lagen, war kein einziger Marinesoldat in Uniform in Sicht. Selbst an der Wache standen Personen in Zivil. Das fanden einige ehemalige „Volksmariner“ aus der Reisegruppe sehr merkwürdig. Selbst der Reiseführer aus Wilhelmshaven konnte sich das nicht erklären.

Weiter ging es über Jever, an sehr gepflegten Grundstücken und Häusern vorbei, nach Aurich-Ogenbargen zum Hotel „Zur alten Post“, das der MK Helbra und „ihrem Gefolge“ als Herberge diente. Fazit des Hotels: Alles einzigartig, keinerlei Abstriche, alles „Roger“.

Frühmorgens lautete es: „Reise Reise“ – raus aus dem Bett, frühstücken und ab in den Bus. Immer mit dabei waren Busfahrer Christoph sowie eine Reiseleiterin, die alle Fragen der Reisegruppe souverän beantworten konnte. Nach der interessanten Fütterung der Robben in der Seehundstation Norden-Norddeich ging es weiter in das beschauliche Örtchen Gretesiel und über Emden zurück zum Hotel. Dort klang der Tag gemütlich aus und zu späterer Stunde begann die Delegation aus Helbra und Querfurt ein paar Lieder zu singen. Nach Anstimmung der „Mansfelder Nationalhymne“, dem Steigerlied, klinkte sich überraschend ein zufällig anwesender Männerchor mit ein. Der Chef des Chores fand die Darbietung der Damen und Herren aus Helbra und Umgebung so gut, dass er dachte, sie wären ebenfalls ein Chor. Er wollte sogar alle für Sonntag zum Mitsingen auf einer Festveranstaltung einladen.

Sonntagmorgen ging es nach Bensersiel, einem Ortsteil von Esens. Von dort fuhren die Ausflügler mit dem Krabbenkutter ins Wattenmeer. Die frisch gefangenen Krabben wurden direkt an Bord gepult – eine sehr mühevolle und langwierige Arbeit. Der Geschmack lag nicht allen. Die Rückfahrt führte über Neuharlesiel zurück in unseren Heimathafen nach Helbra. Alles in allem war es ein sehr gelungenes Wochenende. Dem Organisator Seppl Seiler und dem Reiseunternehmer Christoph Ecke gelten besonderes Lob und Dank.

Text und Foto: Günter Buschendorf, Vorsitzender MK Helbra

Die Reisegruppe aus Helbra und Umgebung
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