headerbild Wir sind Weltbürger.

Hoch auf dem grünen Wagen

Der Bund der Selbstständigen (BdS) im Stadtbezirk Stuttgart-Mühlhausen, zu dem auch der Max-Eyth-See und das Vereinsheim des Marine-Vereins Stuttgart 1899 e.V. gehören, lud vor kurzem zu einer Felder-Rundfahrt ein. Gekommen waren Vertreter der Stadtverwaltung und Lokalpolitiker – allen voran der Bezirksvorsteher des Stadtbezirkes, Mitglieder des Bezirksbeirates, Geschäftsleute und Vereinsvorstände. Der BdS veranstaltet regelmäßig Aktionen wie diese mit dem Ziel, die Vernetzung von Politik, Stadtverwaltung, Wirtschaft und ehrenamtlichem Engagement zu fördern.

Treffpunkt war beim Verein Deutscher Schäferhunde. Gekommen waren etwa 50 Personen. Nachdem der BdS-Vorsitzende alle begrüßt hatte, fuhr ein Trecker mit zwei landwirtschaftlichen Anhängern vor, auf die sich die Teilnehmer verteilten. Die Strohballen auf den grünen Anhängern dienten als mehr oder weniger bequeme Sitzgelegenheiten.

Bei strahlend blauem Himmel ging die Fahrt entlang der im Stadtbezirk genutzten landwirtschaftlichen Flächen. Die Teilnehmer erfuhren, dass die hiesigen Äcker bei der landwirtschaftlichen Bodenbewertung 96 von 100 möglichen Punkten bekommen haben und somit zu den wertvollsten Ackerflächen in Deutschland gehören.

Ein erster Stopp wurde bei einem Winzer eingelegt, der über Weinbau, Rebsorten und Probleme beim örtlichen Weinbau aufklärte. Besonders im Bereich des Max-Eyth-Sees ist der Neckar von Weinbergen gesäumt und liefert viele gute Tropfen.

Weiter ging die Fahrt zu einem Produzenten von Rollrasen, bei dem man etwas über Anbau, Ernte und Verwendung von Rollrasen lernen konnte. Danach folgten Anbaubetriebe von Getreide, Mais, Gemüse und Obst. Eine kulinarisch wichtige Information war, dass am nächsten Tag die Erdbeerfelder zum Selberpflücken geöffnet werden sollten. Dass mitten zwischen den Feldern ein Automatengeschäft eröffnet wurde, in dem rund um die Uhr frisches Obst und Gemüse sowie Kartoffeln zu Wochenmarktpreisen verkauft werden, war den meisten Teilnehmern neu. Hintergrund dieses kundenfreundlichen Angebots waren Probleme bei der Beschickung von Wochenmärkten in der Region, wobei die Landwirte im Grunde nicht auf den Direktvertrieb verzichten wollten.

Letzte Station war der Besuch eines Reiterhofs, der einige eigene Pferde für die Reitausbildung besitzt und auch Pensionspferde pflegt. Der Bezirksvorsteher legte schließlich noch besonderen Wert auf die Vorbeifahrt am ‚Kornwestheim International Airport’, einem ehemaligen amerikanischen Militärflugplatz. Dabei wurde festgestellt, dass diese Einrichtung auf Stuttgarter Gemarkung liegt und damit der einzige Stuttgarter Flughafen ist. Der Stuttgarter Verkehrsflughafen (STR) befindet sich dagegen auf dem Gebiet einer Nachbargemeinde.

Die lustige Felder-Rundfahrt endete wieder beim Schäferhunde-Verein. Dort gab der BdS noch eine Runde Viertele aus und der Wirt des Vereinsbiergartens servierte Spezialitäten aus seiner Heimat, der Balkanregion. Fazit: Informativ, lehrreich und amüsant. Beim nächsten Mal ist der Marine-Verein Stuttgart gerne wieder dabei.

Text und Fotos: Uwe Töllner, 1. Vorsitzender Marine-Verein Stuttgart 1899 e.V.

Durch die Felder.

Zurück zur Übersicht