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Hoher Besuch an der Marinetechnikschule

Kürzlich besuchte der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann die Marinetechnikschule (MTS) in Parow. Er besichtigte die technologiegestützten Ausbildungsanteile und sprach über die Weiterentwicklung dieser.

Der Kommandeur der MTS Parow, Kapitän zur See Michael Möding, begrüßte Admiral Brinkmann persönlich. Dabei konnte er sich von den modernen Ausbildungsmöglichkeiten an der Marineschule überzeugen. Im Fachbereich Marinewaffentechnik wurden ihm die simulationsgeführte Ausbildung am Marineleichtgeschütz (MLG) und die computerunterstützte Ausbildung am schweren Maschinengewehr (HMG) vorgestellt.

Kapitänleutnant Paul Zähringer, Truppenfachlehrer für die Bedienerausbildung am Marineleichtgeschütz, erläuterte die Vorteile der simulationsgeführten Ausbildung. „Die Simulation ermöglicht dem Lehrgangsteilnehmer neben der richtigen Bedienung auch die korrekte Befehls- und Meldesprache zu erlernen. Dazu können wir mit dieser Anlage unterschiedliche Bekämpfungsverfahren darstellen“, erklärt der Ausbilder. Ob Regen, Sonne, Sturm oder extremer Wellengang – in der Ausbildung können alle Situationen für die angehenden Bediener eingespielt werden. Admiral Brinckmann zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten und schlüpfte spontan in die Rolle eines Schülers. Konzentriert durchlief er das Szenario und erreichte erfolgreich sein „Lehrgangsziel“.

Die computerunterstützte Ausbildung am schweres Maschinengewehr stellt einen weiteren Schwerpunkt in der praxisorientierten Schulung der Marinesoldaten dar. Kapitänleutnant Lutz Lehmann, Fachlehrer Marinewaffentechnik an der Marinetechnikschule, betonte die Vorzüge der modernen Schulungsmethoden. „So können wir die Verfahrensabläufe und Automatismen für den Einsatz an Bord originalgetreu abbilden“, sagt der erfahrene Marinesoldat. Besonders die methodische Vielfältigkeit der Ausbildung beeindruckte Brinckmann. „Die Zeiten wo viele Schüler um den Ausbildern standen und der Blick auf die Technik sehr eingeschränkt war, sind mit der computergestützten Ausbildung vorbei“, erläuterte der Admiral.

Die Ausbildung am Schiffstechnischen Leitstand

Im Fachbereich Schiffstechnik wurde dem stellvertretenen Inspekteur die computerunterstützte Ausbildung am Schiffstechnischen Leitstand der Fregatten der „Sachsen“-Klasse F-124 aufgezeigt. Ob Pumpen, Ventile oder leistungsstarke Motoren – der Schüler kann das Zusammenspiel und die Funktionsweise der schiffstechnischen Elemente gezielt verfolgen und jederzeit eingreifen. Fregattenkapitän Rainer Fankhänel, Ausbilder in der Simulation, erklärt: „Die Darstellung der unterschiedlichen Medien, Öl, Wasser, Kraftstoff, wird durch das Ausbildungsprogramm zusätzlich farbig unterstützt und sorgt bei den Schülern für ein verbessertes Verständnis der technischen Abläufe“. Die Anforderungen an die Fregatten sind mit den weltweiten Veränderungen gestiegen. Um diesen, besonders technischen, Auswirkungen gerecht zu werden, werden an der Marinetechnikschule die zukünftigen Besatzungsmitglieder der neuen „Baden-Württemberg“-Klasse F-125 im Bereich Schiffstechnik ausgebildet. Hier wurde dem Admiral Brinkmann die simulationsbasierte Ausbildung am Leitstand vorgestellt. Er tauchte dabei in die laufenden Unterrichte der Lehrgangsteilnehmer ein und konnte mit den Schülern hautnah die Ausbildung verfolgen.

Den künftigen Schiffstechnikern der Fregatten der F-125-Klasse stehen hochmoderne Simulationsanlagen an der Marinetechnikschule zur Verfügung, die eine realistische Schulung ermöglichen. So können die Soldaten auch in Zukunft mit dem guten Gefühl, eine hochwertige Ausbildung genossen zu haben, in die Einsätze gehen.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine
Autor: Sebastian Landgraf

Admiral Brinkmann mit dem Führungskreis der Marinetechnikschule Parow vor dem letzten noch heute betriebenen Zwei-Zylinder-MAN-Einblase-Diesel von 1913 (Quelle: Marinetechnikschule/2018 Bundeswehr/Sebastian Landgraf)

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