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Korvette „Braunschweig“ läuft zu UNIFIL aus

Heute, am 14. Mai 2018, verlässt die Korvette „Braunschweig“ ihren Heimathafen Warnemünde. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Alexander Dubnitzki (38) läuft die Besatzung in den UNIFIL-Einsatz aus.

„Wir werden auch diesmal auf Patrouillenfahrten vor dem Libanon die örtlichen Behörden bei der Kontrolle ihrer Hoheitsgewässer unterstützen. Die Überwachung des Schiffsverkehrs wird das Personal auf der Brücke und in der Operationszentrale voll einbinden“, erklärt Dubnitzki.

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte auf dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus 39 Nationen.

Nach dem zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der maritime Einsatzverband UNIFIL ist der erste und bisher einzige Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen – deutsche Einheiten operieren von Beginn an in diesem Verband. Die libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen.

Deutsche Marinesoldaten engagieren sich seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden. Hier liegt heute der Schwerpunkt des deutschen Engagements, wie Fregattenkapitän Dubnitzki bestätigt: „Wir trainieren die libanesische Marine in immer anspruchsvolleren Übungen auf See und an Land. Dazu werden wir auch Soldaten aus dem Libanon bei uns an Bord haben. Außerdem schulen wir unsere eigenen Fähigkeiten – intern und gemeinsam mit den anderen Schiffen des UN-Verbandes.“ Dieser Verband wird von dem brasilianischen Admiral Eduardo Machado Vazquez geführt, zu dem außer Deutschland auch die Nationen Bangladesch, Brasilien, Griechenland, Indonesien und die Türkei Schiffe entsandt haben.

An Bord der Korvette „Braunschweig“ ist diesmal die Besatzung „Charlie“, die eine Patenschaft mit der Stadt Erfurt pflegt. „Diese Besatzung war zuletzt vor knapp einem Jahr das letzte Mal im UNIFIL-Einsatz. Die meisten wissen also genau, was vor ihnen liegt“, versichert Fregattenkapitän Dubnitzki und ergänzt: „Auch wenn die vergangenen Monate der erneuten Einsatzvorbereitung sehr anstrengend waren, sind wir alle weiterhin hoch motiviert.“

Auf dem Weg nach Zypern werden Häfen in Portugal und Italien angelaufen.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine

Auslaufen der Korvette Braunschweig in Warnemünde am 10/08/15. Foto: Kristina Gura/PIZ Marine
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