headerbild Wir sind Weltbürger.

Kutterregatta: 128 Jahre Tradition

Die ersten Wettfahrten der Kuttersegler während der Kieler Woche standen unter einem guten Zeichen von Petrus. Sonnenschein, blauer Himmel und beste Bedingungen zum Segeln fanden die Sportler vor. Für die Segler waren die Bedingungen zu sommerlich, da der Wind flau und eine Wettfahrt nicht mehr möglich war. Doch die Stimmung war super und die Wettfahrten in der offenen Klasse und ZK 10-Klasse konnten starten.

Bei der Siegerehrung am Montagabend hielt die Stimmung an. Nach fünf Wettfahrten in der offenen Klasse und sechs Fahrten in der ZK 10-Klasse wurden die Sieger prämiert. Neben den Platzierungen vergaben einige Organisationen Sonderpreise, die zum Beispiel das sozialste Team auf dem Zeltplatz auszeichneten. So übergab Herr Ratsherr Volkhard Hanns, Vertreter der Landeshauptstadt Kiel, den Jakob Dürr-Preis und unterstrich bei der Übergabe: „Das Event ist mir ans Herz gewachsen. Das ist noch die ursprüngliche Kieler Woche. Hier kommen noch Menschen her, die ehrlichen Sport machen.“

Der größte Dank geht an die Organisatoren, die so ein familiäres Event jedes Jahr möglich machen. Und so bedanken sich die Sportler mit einem dreifachen „Hip-Hip-Hurra“, das durch den ganzen Raum schallt. Nachdem die Rufe verklungen waren, bedurfte es in diesem Jahr wieder einer besonderen Ehrung: Stabsbootsmann Wilfried „Willi“ Kappelhoff bekam ein Steuerrad und ein Holzschiff für seine langjährigen tollen Arbeiten während der Marinekutterregatten.

Vom Materialempfang bis zum Vorbereiten der Boote für den Wettkampf – hier gibt es immer eine Menge zu tun. Und wenn mal etwas kaputt geht, dann legen wir für die Reparatur auch eine Nachtschicht ein. Für uns dauert die Kieler Woche immer fünf Wochen“, gibt Stabsbootsmann Willi Kappelhoff einen Einblick in die Arbeit des Bootshafens während der Marinekutterregatten zur Kieler Woche.

Dabei wird schnell klar, dass hier jemand genau weiß, worüber er spricht. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn schließlich ist der gelernte Orthopädieschuhmacher und ehemalige Berufssoldat Kappelhoff schon seit einem Vierteljahrhundert maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Marinekutter im Verlauf der Woche einsatzklar sind. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist auch immer viel „Fummelarbeit“ notwendig, wie er liebevoll die handwerklichen Arbeiten umschreibt, die täglich im Bootshafen anfallen.

In diesem Jahr wird Willi Kappelhoff viele Hände schütteln müssen. Nach 25 Jahren ist es für den 65-jährigen Stabsbootsmann die letzte Kieler Woche, an der er in Marineuniform teilnimmt. „Das Besondere am Marinekuttersegeln ist, dass es ein Mannschaftssport ist. Jeder im Team muss dasselbe wollen“, mit diesen Worten beschreibt er eine Besonderheit dieser Sportart und gleichzeitig einen wichtigen Grund, warum Willi Kappelhoff bei den Marinekutterseglern zu einer echten Institution geworden ist.

Mit den Worten des Kommandeurs des Marinestützpunktes Kiel, Fregattenkapitän Alexander Koch: „Das ist die älteste und wichtigste Kutterregatta der Marine“, endete diese zum 128 Mal in Folge, traditionsreiche Kutterregatta.

Quelle: 

Stellvertretend für alle Sieger ihrer Klasse: Die Jugendklasse zeigt stolz ihre Urkunden und die Tropäe in die Kamera. (Quelle: 2017 Bundeswehr / Steve Back)

Zurück zur Übersicht