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Lahnsteiner Shantychor „op Tour“

Vor kurzem verbrachte eine Gruppe des Shantychors Lahnstein mit der „Wapen fan Fryslân“ erlebnisreiche Tage auf dem Ijsselmeer. Zu früher Stunde startete die Mannschaft von Lahnstein in Richtung Niederlande. Mit an Bord waren 23 unternehmenslustige Männer, Verpflegung für eine knappe Woche sowie, mit den Smutjes Bernd Dahlmann, Otto Kachel und Edgar Ehrlich, sachkundiges Küchenpersonal plus die zuverlässige Thekencrew Dieter Rüttgen und Bernd Günther.

Leider war das Wetter am Anreisetag erst einmal „saumäßig“ – Regen und Wind empfingen die Segler in Enkhuizen, dem Start- und Zielhafen des Törns. Rasch waren Verpflegung und persönliche Ausrüstung auf dem Schiff gestaut und die Zwei-Bett-Kammern mit Dusche/WC bezogen. Skipper Erik und sein Maat Jurre begrüßten die Gäste herzlich an Bord. Nach der Devise „es gibt kein schlechtes Wetter, nur die unpassende Kleidung!“ startete man gleich am Nachmittag in Richtung Hoorn. Mit Unterstützung von Jurre wurden Groß- und Vorsegel gesetzt, eine arbeitsreiche und witterungsbedingt feuchte Angelegenheit!

Der Chor hatte im Jahr 2015 bereits einen ähnlichen Törn mit dem Schwesterschiff „Mare fan Fryslân“ unternommen. Entsprechend reibungslos funktionierten Küche und Theke bereits am ersten Tag. Im Laufe des selbigen setzte sich am Nachmittag besseres Wetter durch. Das bot den richtigen Rahmen für einen Besuch in dem reizenden Städtchen Hoorn sowie ein Fotoshooting für ein neues Chorbild mit maritimem Ambiente. Die mitgereisten Musiker packten ihre Instrumente aus, und beim Kameradschaftsabend wurden neben Shanties und Seemannsliedern auch bekannte Trinklieder gesungen.

Von Hoorn ging es am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein und 4-5 Windstärken aus Südwest nach Lemmer, ein herrlicher Schlag quer übers Ijsselmeer. Höhepunkt des Tages: ein Grillabend am Oberdeck mit Kartoffel- und Nudelsalat und leckerem Knoblauchbaguette.

Mit drei Kreuzschlägen gegen den Wind segelte die Mannschaft am Folgetag bei gutem Wind und blauem Himmel von Lemmer nach Medemblik auf der Westseite des Ijsselmeers, wo das Schiff am Kai des Oosterhavens seinen stadtnahen Liegeplatz hatte. Nach einer kurzen Entdeckertour durch das Städtchen fand die Crew im gemütlichen Gemeinschaftsraum zum Abendessen mit Schweinebraten, Bratkartoffeln und Kohlräbchen wieder zusammen. Im Anschluss wurde der letzte Abend auf dem Schiff gebührend begangen, denn leider ging die Tour am nächsten Tag mit einem kurzen Trip unter Motor bei bestem Wetter von Medemblik nach Enkhuizen schon wieder dem Ende entgegen.

Der Bus für die Heimreise war pünktlich zur Stelle und trotz des hohen Verkehrsaufkommens erreichten die segelnden Chorsänger aus dem Binnenland am frühen Abend planmäßig ihren Heimathafen Lahnstein. Glück war dennoch dabei, denn das Automatikgetriebe des Busses stand kurz vor dem Kollaps!

Text und Foto: Wolfgang Jäger

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