headerbild Wir sind Weltbürger.

Marinehistorische Konferenz zur Wirkungsgeschichte der Skagerrakschlacht

Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2017 fand im „National Museum of the Royal Navy“ (NMRN) in Portsmouth eine internationale Marinehistorikertagung statt, die sich unter dem Titel „Jutland Legacy“ mit den strategischen, politischen und kulturellen Nachwirkungen der Skagerrakschlacht am 31. Mai 1916 befasste. Die Tagung war eine Kooperationsveranstaltung des NMRN, des „Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ (ZMSBw) in Potsdam und des „Deutschen Marinemuseum“ in Wilhelmshaven.
20 Historiker und Historikerinnen aus Großbritannien, Australien, Österreich und Deutschland diskutierten über die Wirkungsgeschichte der größten und bedeutendsten Seeschlacht des Ersten Weltkriegs. In den einzelnen Themenblöcken ging es unter anderem um die Frage der materiellen Hinterlassenschaften, wie die archäologische Untersuchung der Wracks der in der Schlacht versenkten Schiffe oder um die Restaurierung des einzigen noch existierenden Schiffs aus der Skagerrakschlacht, des britischen Leichten Kreuzers CAROLINE, um die strategische Reaktion auf das Gefecht vonseiten der britischen Royal Navy und der Kaiserlichen Marine sowie um die Frage des Gedenkens an die Gefallen. Zu diesem Thema hielt Dr. Jann M. Witt, Historiker des Deutschen Marinebunds, einen Vortrag über das Gedenken an die Toten des Seekriegs im Ersten Weltkrieg in Deutschland, wobei er die Entwicklung des Marine-Ehrenmals zu einem internationalen Ort des Gedenkens für die auf See Gebliebenen aller Nationen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte.

Text und Foto: Dr. Jann M Witt, Historiker des Deutschen Marinebunds

Die Teilnehmer der Konferenz zur Skagerrakschlacht in Portsmouth, England.
Zurück zur Übersicht