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Marinekameradschaft Kaiserslautern besucht Saint-Dizier

Vor kurzem besuchte die Marinekameradschaft (MK) Kaiserslautern die Amicale des Anciens Marins de Saint-Dizier. Seit 1994 verbindet die beiden Vereine eine enge und herzliche Partnerschaft.

Für 24 Personen begann die Reise an einem Samstagmorgen um sieben Uhr am Stützpunkt der MK. Während einer Rast versorgte die Mitreisende Ingeborg Scheer alle mit Kaffee und Spezialitäten aus der Pfalz. Gegen Mittag erreichte die Reisegruppe Saint-Dizier. Nach der Zimmerverteilung im Britt-Hotel folgte die Begrüßung durch eine Abordnung der Amicale des Anciens Marins de Saint-Dizier.

Als erstes besuchten die befreundeten Vereine das Au Forum du Batiment, eine Fabrik in der gepanzerte Türen entwickelt und hergestellt werden. Hier konnte die Fertigung besichtigt werden. Danach ging es ins Historien- und Marinemuseum, das von einem der französischen Kameraden in einer 400 Quadratmeter großen Halle geführt und gestaltet wird. Hier ist eine Vielfalt an Orden, Flaggen, Fotos, Schiffsmodellen, Waffen und Uniformen aus den Jahren 1870 bis heute zu sehen. Erwähnenswert ist zum Beispiel das Modell des Schlachtschiffs RICHELIEU. Es ist 250 Zentimeter lang und 67 Zentimeter breit und hat ein Gewicht von fast 100 Kilogramm. Im Rahmen des Museumsbesuches wurde die Reisegruppe vom französischen Kameraden mit einem Snack und Getränken versorgt.

Um 19:00 Uhr startete im Aeroclub das offizielle Programm. Der 1. Vorstand der Amicale des Anciens Marins de Saint-Dizier, Alain Thouvrez, und der 1.Vorstand der MK Kaiserslautern, Jörg Dillmann, hielten zur Begrüßungen ihre Ansprachen. Josepf Remy und Axel Sahner betätigten sich als Dolmetscher. Danach wurden Präsente ausgetauscht. Jedem Gast überreichte Thouvrez ein graviertes Glas, einen Wimpel und einen Button mit der Aufschrift: LE BLEUET DE FRANCE. 1918 beschloss man, unter anderem den Witwen, Waisen und Invaliden zu helfen. Aus diesem Grund werden alljährlich am 8. Mai und 11. Oktober diese Buttons aus Solidarität verkauft.
Im Gegenzug verteilte Ingeborg Scheer an die französischen Kameradinnen selbstgebastelte Sterne. Mario Weber übergab ein selbstgemaltes Bild vom Schnellboot GREIF und ein Mützenband vom 2.Schnellbootgeschwader.
Der Küchenchef  Jean-Marc Thirot und sein Team hatten für den Abend ein Spitzenmenü aufgetischt, bei dem es immer neue Gaumenfreuden gab. Im Laufe des Abends kam es zu mancher neuen Verbrüderung. Zu später Stunde bildete sich sogar ein gemischter Chor.

Am Sonntag nach dem Frühstück ging es vom Hotel mit dem Bus zum Friedhof von Gigny. Dort begann die Zeremonie an der die beiden Vereine sowie etliche Veteranen teilnahmen. Um 11:00 Uhr startete der Zug der beiden Delegationen zum deutschen Gemeinschaftsgrab der Toten von 1870. Alain Thourvrez und Jörg Dillmann legten Blumengestecke nieder, danach wurde die französische Nationalhymne gesungen. Anschließend bewegte sich der Zug hinüber zur französischen Grabstelle. Dort wiederholte sich das emotionale Zeremoniell der Kranzniederlegung.

Es folgte ein gemeinsames Mittagessen in Form eines variantenreichen Büfetts im Aeroclub. Im Anschluss hielten die beiden Vorsitzenden ihre Abschlussreden und äußerten gegenseitig den Wunsch, dass die Partnerschaft noch lange halten möge. Der Abschied war sehr herzlich und es kam zu rührenden Szenen.

Text und Fotos: Mario Weber

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Deutsch-französischer Abschied am Bus.

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