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Mein Leben und Mee(h)r

Kapitän zur See a.D. Wolfgang Fusch hielt, was er im Titel seines Vortrages versprach, er plauderte aus seinem Leben in Verbindung mit dem Meer. Seit frühester Kindheit, so führte er aus, war es sein Wunsch, zur See zu fahren. Während andere Kinder Feuerwehrmann oder Kosmonaut werden wollten, zog es den gebürtigen Sachsen zur Seefahrt. Bereits mit 16 Jahren heuerte er bei der Handelsflotte der DDR an, um eine dreijährige Lehre als Matrose zu absolvieren. In der Volksmarine diente er als Funker. 1976 begann seine Laufbahn auf der Schonerbrigg „Wilhelm Pieck“ als Bootsmann.

Kapitän, so Fusch, wird man nicht von heute auf morgen – da gehört Leidenschaft, die Liebe zur See und die Bereitschaft, sich viel Wissen anzueignen dazu. Also setzte er sich auf den Hosenboden und erwarb die notwendigen Patente um 1980 als 2. Offizier und ab 1984 als Nautiker sowie 1. Offizier seinen seemännischen Weg fortzusetzen. Dass er irgendwann in die Wirtschaft ging, hinderte ihn nicht daran, seinen Weg weiter zu verfolgen – stets blieb er mit der See verbunden.

Seine seemännischen Erfahrungen und Kenntnisse brachten ihn schließlich wieder auf sein ehemaliges Schiff „Wilhelm Pieck“ zurück, das mittlerweile den Namen Segelschulschiff „Greif“ trägt. 2000 wurde ein Kapitän gesucht und was lag näher, als dass Wolfgang Fusch die „ Greif“ aus den Händen des dienstältesten Kapitäns dieses Schiffes, Kapitän Helmut Stolle, übernahm. Am 14.07.2000 erfolgte die Wachübergabe und bis zum Renteneintritt 2017 führte er dieses Schiff. Mit seinem Sieg bei der „Hiorten -Regatta 2000“ nach seinem Dienstantritt bewies er, dass er ein gestandener Fahrensmann war.

In seinem Vortrag, gespickt mit vielen Anekdoten aus seinem privaten und seemännischen Leben, kam auch sein Talent zum Tragen, die Geschichten in kurzweiliger Art und Weise den über 30 anwesenden Gästen vorzutragen. Da noch nicht alles, was er aus seinem Leben berichten kann, erzählt ist, wird er wohl im November 2019 dort anknüpfen und weitere Geschichten aus der Seefahrt und aus seinem eigenen Leben preisgeben.

Text und Foto: Hans-Joachim Heinemann, Pressesprecher MK Zerbst

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