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Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ pünktlich zum Weihnachtsfest wieder zu Hause

Am Dienstag, den 12. Dezember 2017 um 10 Uhr, wird das Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ im Heimathafen Kiel zurückerwartet. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörige Boot beteiligte sich in den vergangenen fünf Monaten am Ständigen Minenabwehrverband der NATO SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Counter Measures Group 1) und übte dabei auch vor der eigenen Haustür.

Fast fünf Monate war Korvettenkapitän Pierre Limburg (35) mit seiner rund 40-köpfigen Besatzung unterwegs. Von Finnland über Nordirland bis nach Frankreich erstreckten sich die Einsatzgebiete. Dabei legte die „Sulzbach-Rosenberg“ knapp 10.000 Seemeilen (etwa 18.000 Kilometer) zurück und besuchte 16 Häfen in zehn Ländern.

Neben internationalen Manövern wie „Open Spirit“, „Joint Warrior“ und „Northern Coasts“ übte der NATO-Verband auch in der Kieler Bucht. Unter dem Namen „Historic Ordnance Disposal“ wurde der Meeresgrund südöstlich des Kieler Leuchtturms nach Munitionsrückständen und Minen aus den beiden Weltkriegen untersuchen. „Eine gute und wichtige Gelegenheit, um sowohl der Schifffahrt, welche in diesem Gebiet ein besonders hohes Aufkommen hat, als auch der Bevölkerung die Wichtigkeit des Auftrages der Minenjagdboote zu verdeutlichen“, betonte Korvettenkapitän Limburg. 15 Minen und Fliegerbomben wurden dabei gefunden.

Unter dem Strich zieht der Kommandant ein positives Fazit. Die intensive und enge Zusammenarbeit mit den mehr als zehn Nationen sei hervorragend gewesen. Besonders stolz ist er auf seine Besatzung, die in dieser Zeit noch mehr zusammengewachsen ist. „Es ist mir persönlich immer wieder eine Freude, zu sehen, wie sich im Laufe eines solchen Einsatzes junge Soldaten und Soldatinnen zu echten Seefahrern entwickeln.“

Hintergrundinformationen

Die „Standing NATO Groups“ sind die ständigen, multinationalen maritimen Reaktionsverbände der Allianz. Sie stellen sicher, dass die NATO schnell und flexibel agieren kann. Insgesamt unterhält die NATO vier dieser Marineverbände. Sie gehören zur „NATO Response Force“.

Um ihre Einsatzbereitschaft und Operationsfähigkeit zu erhalten, nehmen die Flottenverbände an nationalen und internationalen Übungen teil. Die Verbände besuchen regelmäßig verschiedene Häfen.

Zu den Aufgaben der Verbände gehören seit der veränderten sicherheitspolitischen Lage weltweit auch Embargooperationen, Search and Rescue Operationen (Suche und Rettung), humanitäre Hilfseinsätze, sowie Katastrophen- und Anti-Terror-Einsätze.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine

Das Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" in See. Foto: Ann-Kathrin Fischer
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