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Patenschaften: Berlin besucht „Berlin“

Per Helikopter ist der „Regierende“ eingeflogen: Berlins Bürgermeister Michael Müller ist aus dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz kommend am frühen Nachmittag des 9. August an Bord der „Berlin“ gegangen. Zuletzt auf dem Hoffest im Berliner Roten Rathaus im Juli hatte der Kommandant des Einsatzgruppenversorgers, Fregattenkapitän Sven Hikele, die Einladung an den Regierungschef der Patenstadt des Schiffes ausgesprochen.

Der Besuch dient grundsätzlich dazu, die Bande zwischen der Stadt und dem Schiff noch einmal mehr zu verstärken. Müller sieht das zudem vor einem ernsten Hintergrund: „Gerade in diesen Tagen erreichen uns wieder verstärkt Nachrichten von menschlichen Tragödien, die sich vor den Küsten Europas im Mittelmeer abspielen. Wir alle wissen, dass dort jeden Tag Menschen um ihr Leben kämpfen und viele von ihnen sterben.“

Der Arbeit aller Marinesoldaten, speziell aber der Arbeit der Crew der „Berlin“ zollt Müller Anerkennung. „Die ‚Berlin‘ und andere Marineschiffe haben während der Operation ‚Sophia‘ in den letzten Jahren bei der Seenotrettung im Mittelmeer Großartiges geleistet. Mehrere tausend Menschen verdanken der Besatzung ihr Leben“, sagt er. „Dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken. Wir sind sehr stolz auf das Schiff, das den Namen unserer Stadt trägt.“

Müller bleibt für knapp zwei Tage auf dem Einsatzgruppenversorger. Für den Donnerstag sind Gespräche mit Besatzungsangehörigen eingeplant; abends grillt die Crew gemeinsam mit der Delegation aus der Hauptstadt. Am Freitagfrüh werden die Besucher verschiedenen militärische Übungen und seemännische Manöver miterleben. Der letzte offizielle Besuch eines Berliner Regierungschefs an Bord liegt bereits acht Jahre zurück. Damals hatte Klaus Wowereit das Schiff besucht.

Die „Berlin“ befindet sich nach einer längeren Werftphase zur Zeit in der Nordsee auf Probefahrt, die den Funktionsnachweis für ihre Systeme und Anlagen erbringen soll. Zuletzt war der Einsatzgruppenversorger mit seiner 160-köpfigen Besatzung vom 6. Oktober 2015 bis zum 2. Februar 2016 bei EUNAVFOR MED Operation Sophia im Einsatz.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine

Michael Müller auf dem Weg zur Nordsee (Quelle: 2018 Bundeswehr / Bilal Bektas)

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