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Test bestanden

Auf dem Weg in das Einsatzgebiet steht für die Fregatte „Sachsen“ ein besonderes Schießen auf dem Programm. Die Aufgabe dabei ist nicht, das Ziel schnellstmöglich zu zerstören, sondern die Zieleinrichtung und das Geschütz aufeinander abzustimmen.

Regelmäßige Schießübungen
Auch wenn der Auftrag bei der Operation Sophia ein anderer ist, dürfen die grundsätzlichen operativen Fähigkeiten nicht in Vergessenheit geraten.

Um die Fähigkeiten im Bereich der Selbstverteidigung gegen See- und Luftziele ständig auf einem hohen Niveau halten zu können, führt die Besatzung regelmäßig Schießübungen durch. Neben verschiedenen Flugkörpern verfügen die Fregatten der Klasse 124 auch über klassische Rohrartillerie vom Kaliber 76 mm.

Die „Killertomate“ ist im Wasser
An diesem Tag steht Seezielschiessen auf dem Tagesdienstplan. Als Zieldarstellung für das 76-mm-Geschütz dient die sogenannte „Killertomate“. Hierbei handelt es sich um einen überdimensionalen „Luftballon“ mit einer beachtlichen Größe von 4 mal 4 Metern.

Kaum hat das Schiff das zugewiesene Schießgebiet südwestlich von Sizilien erreicht, stehen die hoch motivierten Soldaten bereits auf ihren Stationen. Pünktlich um 11.30 Uhr bricht der erste Schuss. Umliegende Schiffe wurden zuvor via Seefunk gewarnt: „Gunnery exercise in progress – opening fire now.“

Erfolgreiches Schießen
Bei diesem Schießen geht es nicht darum, möglichst schnell das Ziel zu treffen und zu zerstören, sondern um die Kalibrierung des Geschützturms mit einem optischen Sensor. Hierbei wird der optische Sensor, was man sich wie eine überdimensionale Kamera vorstellen kann, mit dem Geschützturm abgeglichen, um das Ziel genau zu treffen. Präzision geht vor Schnelligkeit.

Nach dem Schießen ist vor dem Schießen. Insgesamt 30 Messinghülsen, die der Geschützturm ausgestoßen hatte, sind noch einzusammeln, damit die Anlage wieder klar ist.

Autor: PAO EUNAVFOR MED, www.bmvg.de

Die „Killertomate“ dient als Ziel. Foto: © Bundeswehr

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