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U-Boot-Sicherheit in der Deutschen Marine

Grundsätzlich sind die deutschen U-Boote der Klasse 212A mit einer Vielzahl an technischen Einrichtungen ausgestattet, so dass sie unter fast allen Umständen zurück an die Wasseroberfläche kommen. Damit würde aus einem Unterwasserunfall ein Überwasserunfall werden und Search and Rescue-Einheiten könnten dem U-Boot unterstützend zur Hilfe eilen.
Sollte es wider Erwarten nicht gelingen das U-Boot auftauchen zu lassen, kann die Besatzung aus eigener Kraft das auf Grund liegende U-Boot mit Spezialanzügen verlassen. Diese Verfahren werden regelmäßig geübt und sind für alle Besatzungsangehörigen verpflichtend. Oben angekommen können sie dann die Rettungsinsel besteigen und auf Hilfe warten.
Die Rettungsinsel selbst ist mit einer EPIRB-Notfunkboje (EPIRB=emergency position-indicating radiobeacon) ausgestattet, mit der die exakte Position über Satellit ermittelt und übertragen werden kann. So können Rettungskräfte schnellstmöglich die Unfallposition lokalisieren und zur Hilfe eilen.
Darüber hinaus ist Deutschland – genau wie Argentinien – fest eingebunden in die international agierende U-Boot-Rettungsorganisation ISMERLO (International Submarine Escape and Rescue Liaison Office). Genau wie im Fall des vermissten argentinischen Ubootes würde die U-Boot-Gemeinschaft weltweit alarmiert. Suchschiffe und Flugzeuge würden zur Verfügung gestellt, Taucherärzte, Transportmittel, Bergeeinrichtungen und Druckkammern würden schnellstmöglich zur Unfallstelle transportiert.
Koordiniert würde eine derartige Rettungsaktion aus dem Maritime Operation Center des Marinekommandos in der Außenstelle in Glücksburg. Dort kommt dann ein Team aus Spezialisten zusammen. Gemeinsam mit der weltweit operierenden Organisation von ISMERLO würden dann alle Anstrengungen unternommen, die deutsche U-Bootbesatzung schnellstmöglich zu finden, zu bergen und zu versorgen.
All diese Verfahren werden regelmäßig geübt und auf ihre Tauglichkeit hin überprüft. Die Sicherheit der Besatzungen hat in der Deutschen Marine oberste Priorität.

Autor: Presse- und Informationszentrum Marine

Das Uboot „U 34“ in See (Quelle: Bundeswehr / Archiv)
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