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Vogtländer im Seekrieg

Lutz Kowalzick, Medizinprofessor und Chefarzt am Plauener Klinikum, hat das Buch „Vogtländer im Seekrieg“ veröffentlicht. Darin bearbeitet er zwei weiße Flecken der Seekriegs-Geschichte.

Der erste weiße Fleck: 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ermittelte Kowalzick diejenigen Vogtländer, die in der Kaiserlichen Flotte gedient hatten und im Kampf gegen den britischen Gegner gefallen waren. Da die meisten Vogtländer während der Skagerrak-Schlacht gefallen sind, nimmt ihre Schilderung den größten Raum ein.

Der zweite weiße Fleck betrifft das Laconia-Ereignis, eine der größten Rettungsoperationen der Seekriegsgeschichte, wobei der Fokus auf dem Zeitraum zwischen den Torpedotreffern und dem Erscheinen von U 156 Plauen unter Korvettenkapitän Werner Hartenstein am Untergangsort des britischen Truppentransporters Laconia liegt. Dabei greift Kowalzick den während eines wissenschaftlichen Kolloquiums im September 2017 im Vogtlandmuseum aufgekommenen Wunsch nach der „italienischen Perspektive“ auf, da die meisten Opfer des Schiffsuntergangs italienische Kriegsgefangene waren. Mit seiner materialreichen Darstellung gelang es ihm, eine Forschungslücke zu schließen.

Lutz Kowalzick hat eine anspruchsvolle und lesenswerte Publikation für den historisch interessierten Vogtländer vorgelegt. Überregionale Beachtung ist der Publikation zu wünschen.

Text: Gert Naumann

Lutz Kowalzick: Vogtländer im Seekrieg, Verlag concepcion Seidel, ISBN: 978-3-86716-165-7, € 9,95 EUR

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