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Vortrag von DMB-Historiker Dr. Witt im Kieler Schifffahrtsmuseum

Am 28. April hielt DMB-Historiker Dr. Jann M. Witt im Kieler Schifffahrtsmuseum einen Vortrag über den U-Bootkrieg im Ersten Weltkrieg.

In der mit rund 70 Zuhörern vollbesetzten ehemaligen Fischauktionshalle von 1910 schilderte Dr. Witt, wie die deutsche Marineführung die U-Boote zunächst gegen feindliche Kriegsschiffe einsetzte. Später griffen diese dann auch Handelsschiffe an, um Großbritannien von der Rohstoffversorgung abzuschneiden. Ab Februar 1915 versenkten die deutschen U-Boote feindliche und neutrale Handelsschiffe ohne vorherige Warnung.

Im September 1915 wurde dieser sogenannte „uneingeschränkte U-Boot-Krieg“ wieder eingestellt, um einen Kriegseintritt der USA zu vermeiden. Gegen den ausdrücklichen Rat der deutschen zivilen Reichsregierung wurde der uneingeschränkte U-Boot-Krieg am 1. Februar 1917 wieder aufgenommen. Wiederholt attackierten deutsche U-Boote auch amerikanische Handelsschiffe, weshalb die USA am 6. April 1917 Deutschland den Krieg erklärten. Damit wurde die deutsche Niederlage im November 1918 unausweichlich.

Insgesamt versenkten die deutschen U-Boote im Ersten Weltkrieg 100 Kriegs- und 6.394 Handelsschiffe. Von den 374 im Ersten Weltkrieg eingesetzten deutschen U-Booten gingen 178 verloren. 5.249 deutsche U-Bootfahrer sowie tausende alliierter Seeleute und Passagiere fanden den Tod.

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