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Wegweisende Entscheidungen, deutliche Forderungen

Ein dickes Lob für das Team in der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Marinebundes (DMB) in Laboe um Alexander Hub, das den diesjährigen Abgeordneten-Tag (AO-Tag) im Kieler Hotel Maritim ausgerichtet hat. Vorbildlich unterstützt wurden die Mitarbeiter in Laboe im Vorfeld von Peter Becker aus Husum, der sich vor allem um das Sponsoring kümmerte, und von den Journalisten Michael Legband, der Journalistin Hilke Orth und der Fotografin Iris Quentin sowie den Fotografen Frank Behling (Bühnenbild) und Matthias Faermann. Aber nun zum eigentlichen Geschehen in Kiel vom 18. bis einschließlich 21. Oktober dieses Jahres in Kiel bzw. Laboe.

Am Donnerstag trafen sich zunächst Präsidium und Vorstand sowie die Landesverbandsleiter in getrennten Sitzungen, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und den Kurs für das Tagungswochenende abzustecken – business as usual.

Der Freitagvormittag stand ganz im Zeichen der Beratung des Erweiterten Vorstands, der Nachmittag war ausgefüllt mit einem Empfang im Kieler Rathaus. Dort begrüßte der stellvertretende Stadtpräsident Robert Vollborn die Delegierten des DMB sehr herzlich und präsentierte seine Stadt und betonte besonders die vielfältigen Verbindungen Kiels mit der Marine. Wer mochte, konnte einen Blick aus dem Turm des Rathauses auf die Landeshauptstadt und die Förde werfen. Der Panoramablick lohnte sich, denn das Wetter spielte mit.

Anschließend ging es zurück ins Tagungshotel Maritim Bellevue, das sich als echter Glücksgriff erwies, konnten doch alle Sitzungen, Diskussionen und Tagungen unter einem Dach abgewickelt werden. Wie im November-Heft ausführlich beschrieben, fand am Freitagabend vor ausverkauftem Haus eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Teilnehmern statt.

Am Samstag dann die Tagung der Delegierten im Großen Saal des Hotels, ebenfalls brechend voll. Kiel als Tagungsort besitzt wohl eine gewisse Magnetwirkung.

Für Präsident Heinz Maurus war es eine Premiere. Im vergangenen Jahr in Heilbronn einstimmig gewählt, hatte er die Ehre, diese Tagung zum ersten Mal zu eröffnen und die Delegierten, die Ehrengäste um den Ehrenpräsidenten des DMB Karl Heid, und die „Schlachtenbummler“ im Namen des Marinebundes herzlich an der Kieler Förde zu begrüßen. Es folgten Grußworte des stellvertretenden Stadtpräsidenten Robert Vollborn und Grußadressen des Präsidenten der Verbandes Deutscher Ubootfahrer, Kapitän zur See a.D. Michael Setzer, des Vorsitzenden Marine im Deutschen BundeswehrVerband, Fregattenkapitän Marco Thiele, und des Vorsitzenden der Marinekameradschaft Kiel, Ralph Sudau.

Auf großes Interesse im Plenum stieß der Vortrag des Leiters AK Küstenwache in der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste, Hans von Wecheln, zum Thema „Braucht Deutschland eine nationale Küstenwache?“
Nach der Verabschiedung der Schlachtenbummler und einem Teil der Ehrengäste stiegen die Delegierten mit viel Schwung in die Tagung ein.
Die Aufgabe, die Versammlung zu leiten, wurde einstimmig in die bewährten Hände von Vizepräsident Dr. Michael Stehr gelegt. Dieser stellte fest, dass der AO-Tag beschlussfähig sei. Es waren 144 Mitgliedsvereine (55 %) nach Kiel gekommen, die rund 71 % der möglichen Stimmen repräsentierten. Die Tagungsordnung wurde ohne Änderungen genehmigt. Stille im Saal und ein Moment der Besinnung herrschten bei der stilvollen Totenehrung, für die Alexander Hub zuständig war.

Heinz Maurus ehrte im Anschluss daran verdiente Mitglieder mit der Ehrennadel des Deutschen Marinebundes in Gold (s. Tabelle) und zeichnete den Verbindungsmann der Marine-Offizier-Vereinigung e.V. (MOV), Stabskapitänleutnant a.D. Egbert Schäuble, der seit 16 Jahren Flagge für die MOV bei den AO-Tagen zeigt, mit der Ehrenmedaille des Präsidenten aus. Als Nachfolger wurde Kapitän zur See a.D. Jürgen Herling vorgestellt. Dr. Joachim Bopp, der langjährige Landesverbandsleiter Nordsee, wurde vom Präsidenten und seinen Kameraden verabschiedet und wird bei der nächsten Landesverbandstagung mit der Ehrennadel in Gold mit Eichenblatt geehrt werden.

Einen weiten Bogen schlug Heinz Maurus in seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Eines seiner großen Ziele ist und war es, den DMB nach außen sichtbarer zu machen. Entsprechend war er Gast bei zahlreichen Veranstaltungen der Deutschen Marine, suchte den Kontakt mit der maritimen Wirtschaft und führte einen regen Informationsaustausch mit Vertretern der Bundes- und einigen Landesregierungen, mit Abgeordneten aus dem Bundestag und den Landtagen, kommunalen Mandatsträgern und maritimen Verbänden, mit denen es zum Teil langjährige Kooperationsverträge gibt.

Eine Erfolgsstory seien u.a. die Parlamentarischen Frühstücke in Berlin, bei denen DMB und Deutsche Maritime Akademie (DMA) unter der Verantwortung des Vizepräsidenten DMB und stellvertretenden Vorsitzenden der DMA Karl-Dietrich Haase Flagge zeigten und die in Berlin bei vielen MdB nicht mehr aus dem Terminkalender wegzudenken sind. Die DMA, auch als internes Weiterbildungsinstitut gegründet, hatte darüber hinaus ein Chorleiter- und ein Presse-Seminar in Laboe auf der Tagungsordnung. In der Historischen Halle des Marine-Ehrenmals fand das 10. Maritime Expertengespräch zum Thema „Maritime Brennpunkte an den Außengrenzen Europas“ statt. Hier galt der Dank des Präsidenten ganz besonders Jörg Alter, der von Anfang an als Motor hinter dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe steht.

Dr. Jann M. Witt hatte die wissenschaftliche Leitung der Tagung „Dreizack 2018“, die im Februar 2017 in Wien vom Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik ausgerichtet und weitestgehend finanziert wurde. Kooperationspartner war das Center for Maritime Strategy & Security am Institut für Sicherheitspolitik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (ISPK).

Der DMB ist seit der Gründung im Jahr 1972 Mitglied der Internationalen Seefahrer-Föderation (ISF), deren heute wichtigste Veranstaltung das jährliche Jugendsegellager in unterschiedlichen Ländern ist. Die Podiumsdiskussion, so Heinz Maurus beim Blick in die Zukunft, könnte als Pilotprojekt für ähnliche Veranstaltungen in der ganzen Bundesrepublik dienen. Zunächst soll dieses Format in absehbarer Zeit in Wilhelmshaven erprobt werden, natürlich in enger Abstimmung mit der dortigen Marinekameradschaft.

Etwas Sorgen macht dem Präsidenten der Zustand der Gebäude im Laboer Ensemble. Der Turm „wirft“ nach wie vor mit Steinen und muss wohl in den nächsten Jahren erneut kernsaniert werden. Zurzeit sind Fachleute damit beschäftigt, das Ausmaß der Schäden festzustellen und auf dieser Basis die Kosten für den Erhalt des Turmes zu ermitteln. Das Oberlicht der unterirdischen Gedenkhalle muss dringend erneuert werden. Es ist so abgesichert, dass Besucher nicht geschädigt werden können. Im kommenden Jahr wird die Restaurierung angepackt, die ca. 140.000 Euro kosten wird, der DMB erwartet eine 50%ige Kostenübernahme durch den Denkmalschutz.

Bundesschatzmeister Hans Musehold berichtete über den Haushalt des DMB, der keinen Grund zur Sorge bietet und im Großen und Ganzen im Plan lag.

Dr. Stehr blickte auf ein relativ ruhiges Jahr als Justiziar zurück, Werner Schiebert auf ein normales Geschäftsjahr in der Redaktion „Leinen los!“. Burkhard Severin und Martin Degener vom Institut für systemische Organisationsentwicklung (ISO), die den DMB seit 2011 auf dem Weg in die Zukunft zur Seite stehen, stellten den Prototypen eines neuen Info-Flyers im Leporello-Format (Postkarte, achtfach gefaltet) vor: er wird neben der hochwertigen Imagebroschüre der Mitgliederwerbung und -information dienen und das breite Angebot des DMB als maritime Plattform illustrieren.

Wie schon im Bericht des Präsidenten angesprochen, soll es ein neues Grundgerüst für Veranstaltungen in der Fläche geben. Ein einheitliches Erscheinungsbild beim Bühnenaufbau und im Format sowie die direkte Unterstützung durch den DMB mit Referenten und Themen, wird die Durchführung solcher Events erleichtern. Vor allem die Vereine vor Ort werden von diesem neuen Format profitieren und dadurch mehr Aufmerksamkeit in ihren Kommunen bekommen.

Weitere Rechenschaftsberichte folgten vom Beauftragten für die Shantychöre des DMB, Werner Haase, der zurzeit 76 Shantychöre betreut und berät, dem Beisitzer Jugendarbeit Roman Iwer, der vor allem über die Entwicklung einer möglichen Fusion mit der Deutschen Marine-Jugend vortrug, die sich recht schwierig gestalte.

Die Kasse wurde geprüft durch Dagmar Wolters und Willi Horn, beide von der MK Neustadt/Holstein. Es gab keine Beanstandungen, sodass die Delegierten einstimmig den Jahresabschluss 2017 billigten und den Vorstand ebenso einstimmig entlasteten.

Bei den Aussprachen zu den Berichten gab es Wortmeldungen zum von Werner Schiebert vorgetragenen Satz, ohne die Einzelfahrer könne der DMB wohl kaum überleben. Die Delegierten der MKen Lütjenburg und Bad Nauheim, äußerten die Sorge, dass bei den Werbeaktivitäten des DMB die Mitgliedsvereine vernachlässigt werden könnten. Hier bestehe, so Schiebert, für alle Vereine die Möglichkeit, das in der Bundesgeschäftsstelle vorhandene Werbematerial, angefangen vom Info-Pavillon bis hin zum Gutschein für einen freien Eintritt ins Marine-Ehrenmal und Technische Museum U 995 zu nutzen und verstärkt auf die Unterstützung des Vorstandes bei Besuchen vor Ort zuzugreifen. Präsident Maurus ergriff hier ebenfalls das Wort und betonte, „dass wir die Einzelfahrer genauso brauchen wie aktive und lebendige Mitgliedsvereine“. Unstrittig ist aber, und dies berichtet der Landesverbandsleiter Nordrhein Rudolf Borsch, dass viele Kameradschaften überaltert und zu klein seien, um noch wirklich etwas zu bewegen. Briefe aus Kameradschaften, die sich im Geschäftsjahr auflösten und deren Mitglieder aus Treue zum DMB Einzelfahrer wurden, bestätigen leider diesen Trend.

Angefragt wurde auch, warum die AO-Tage seit einigen Jahren vom Frühsommer in den Herbst verlegt wurden. Die Antwort: Es gibt einen Vorstandsbeschluss dazu, weil durch die Herbsttagung eine Sitzung des Erweiterten Vorstands hinfällig wurde und so einige Zehntausend Euro pro Jahr eingespart werden konnten. Es steht jedem Verein offen, einen Antrag auf Änderung zu stellen.

Für die anstehenden Wahlen übergab der Versammlungsleiter das Zepter an Egbert Schäuble, der die Teilnehmer am AO-Tag mit ruhiger Hand durch die Prozedur führte.
Zur Wahl standen zunächst Vizepräsident Dr. Michael Stehr und Bundesschatzmeister Hans Musehold, die sich erneut zur Verfügung stellten und einstimmig gewählt wurden. Für die Kassenprüfer mussten satzungsgemäß neue Kandidaten gesucht werden. Zur Verfügung stellten sich Rolf Aulitzky, Vorsitzender der MK Laboe, Regina Klewer von der MK Eisbrecher Stettin Bonn-Duisdorf und Günter Prieß von der MK Oldenburg/H. Nach kurzer Beratung verzichtete Rolf Aulitzky – der als einziger noch berufstätig ist – in diesem Jahr auf seine Kandidatur. Die Wahl Klewers und Prieß zum Kassenprüfer erfolgte einstimmig.

Anträge

Nun war es an der Zeit, über die Anträge zu sprechen und Entscheidungen zu treffen. Neben dem Antrag, den Beitrag der Einzelfahrer ab Januar 2019 anzupassen und auf 6 Euro pro Monat festzulegen, standen drei Anträge zur Beratung und Abstimmung, aus denen die Vollversammlung politische Forderungen abgeleitet hat: die Sicherung der deutschen Seeschifffahrt, den Schutz von Schiffswracks und den Aufbau einer nationalen Küstenwache.

Einzelfahrer

Die Begründung für die Anpassung des Beitrages der Einzelfahrer war eine gewisse Gleichbehandlung mit den Vereinsmitgliedern vor Ort, die neben dem eigentlichen Beitrag für ihren Verein auch einen Obolus an den DMB entrichten.

Forderung: Sicherung der deutschen Seeschifffahrt

„Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr die Weichen für die Zukunftsfähigkeit der deutschen maritimen Wirtschaft gestellt und damit ein deutliches politisches Signal gesetzt. Wir begrüßen, dass einige unserer Anregungen berücksichtigt worden sind, allerdings müssen aus unserer Sicht noch weitere Maßnahmen getroffen werden“, sagt DMB-Präsident Heinz Maurus.

Für deutsche Schifffahrtsgesellschaften kann es wegen der hohen Arbeits- und Sozialstandards in Deutschland auf internationaler Fahrt günstiger sein, unter ausländischer Flagge zu fahren. Daher ist die Anzahl von Handelsschiffen unter deutscher Flagge stark zurückgegangen. Sie hat sich seit 2000 halbiert und liegt laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bei aktuell 310 Schiffen (davon 170 mit Eintrag im Internationalen Schiffsregister). Zum gleichen Zeitpunkt (Mai 2018) fuhren 1.918 deutsche Schiffe unter sogenannten Billigflaggen. Das hat gravierende Auswirkungen auf Beschäftigung und Ausbildung deutscher Seeleute.

Um die deutsche Flotte wieder wettbewerbsfähig zu machen und den Trend zur Ausflaggung zu stoppen, hat die Bundesregierung deutschen Reedereien ab 2016 Entlastungen bei den Sozialbeiträgen sowie bei der Lohnsteuer gegeben. Im Gegenzug sollten sie mehr Schiffe unter deutscher Flagge einsetzen. „Die Reeder haben diese Zusage nicht eingehalten. Wir fordern die Bundesregierung auf, Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Flagge durchzusetzen, um Ausbildung, Beschäftigung und maritimes Know-how für die Volkswirtschaft zu erhalten“, betont Maurus.

Der DMB fordert die Verdoppelung der Schiffe unter deutscher Flagge in der internationalen Seefahrt. Er fordert, dass auf Schiffen über 8.000 BRZ mindestens der Kapitän und drei Schiffsoffiziere aus Deutschland oder der EU kommen müssen. Und er fordert eine sofortige Evaluierung der 2016 beschlossenen Abmachungen der Bundesregierung mit den Reedern.

Forderung: Schutz von Schiffswracks

Der DMB will den Schutz deutscher Kriegsschiffswracks aus dem Ersten Weltkrieg, die in der Nordsee liegen. Laut UNESCO sind in dieser Zeit mehr als 10.000 Schiffe verschiedener Nationen gesunken. Sie stellen heute bedeutende historische Quellen dar und gehören als solche zum Unterwasserkulturerbe; einige der deutschen Schiffe sind zudem anerkannte Seekriegsgräber.

„In den letzten Jahren sind zahlreiche Kriegsschiffswracks von illegalen Tauchexpeditionen aufgesucht und zum Teil massiv geplündert worden. Das betrifft die Wracks der deutschen Kleinen Kreuzer MAINZ, ARIADNE, CÖLN sowie das deutsche Torpedoboot V 187 vor Helgoland“, erklärt Maurus.

Das Präsidium und die Mitglieder des DMB fordern die Bundesregierung auf, entschiedene und konkrete Schritte zum Schutz deutscher Kriegsschiffswracks des Ersten Weltkrieges in der Nordsee zu ergreifen. Sie fordern darüber hinaus effektive Maßnahmen, um alle deutschen und ausländischen Schiffswracks in den deutschen Hoheitsgewässern und der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone, die als Seegräber zu betrachten sind, gegen illegale Betauchung und Plünderung zu schützen und diese archäologisch zu erfassen und zu untersuchen.

Forderung: Aufbau einer nationalen Küstenwache

Der DMB hat sich auch mit dem Anliegen der Schaffung einer nationalen Küstenwache auseinandergesetzt.
Hans von Wecheln, Leiter AK Küstenwache in der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste forderte vor den Delegierten die Schaffung einer nationalen Küstenwache. Die jetzigen Strukturen seien ineffizient und müssten auch dahingehend überprüft werden, ob sie einem modernen Katastrophenschutzmanagement entsprächen. Die fünf Küstenbundesländer unterhalten derzeit eigene Wasserschutzpolizeien, hinzukommen Einheiten der Bundespolizei, der Bundeszollverwaltung, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und der Deutschen Marine (s. Info-Grafik). Der AO-Tag beschloss, die derzeitigen Strukturen zur Sicherheit von Mensch und Küste nochmals zu evaluieren und ggf. eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag vorzubereiten.
Alle Anträge wurden ohne Gegenstimmen beschlossen, sodass unser Präsident Heinz Maurus die erforderlichen Schritte einleiten wird.

AO-Tag 2019

Noch offen blieben der Ort und der Veranstalter des AO-Tages 2019. Der LV Berlin hat sich eine Bedenkzeit bis Anfang Dezember erbeten, um die Durchführbarkeit in der Bundeshauptstadt zu prüfen. Gewehr bei Fuß steht allerdings die MK München, deren Vorsitzender Josef Motl zusagte, wenn alle Stricke reißen, den AO-Tag nach 2015 auch im kommenden Jahr in der Isarmetropole durchzuführen.
Der AO-Tag endete mit dem Abspielen der Nationalhymne, die von den „Marinern“ aus vollem Herzen mitgesungen wurde.

Ausklang am Abend

Am Abend sorgte Alexander Hub mit einem bunt gemischten Programm für entspannte Stimmung. „Die Matrosen“, maritime Clowns aus Hamburg, die Show- und Brassband Heikendorf, eine Gruppe von Poledance!-Kiel und Jenny C., ein Helene-Fischer-Double, sorgten für gute Laune. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels trugen mit einem ausgezeichneten Büfett und freundlichem Service maßgeblich zum Gelingen der Abschlussveranstaltung bei.

Das Wochenende endete mit einer Kranzniederlegung – in diesem Jahr unter besonders großer Anteilnahme der Mitglieder – am Sonntag im Marine-Ehrenmal in Laboe.

Der große Erfolg des AO-Tages zeigte sich u.a. an einem schier unglaublichen deutschlandweiten Presseecho, wie es der DMB so noch nicht erlebt hat, aber auch an der Zufriedenheit der Mitglieder, die sich gut repräsentiert und betreut fühlten.

Ordentliche Mitgliederversammlung des Sozialwerks

Wie immer wurde die Tagung für die ordentliche Mitgliederversammlung des Sozialwerks unterbrochen. Die Abläufe waren die gleichen wie beim vorigen AO-Tag:
Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Michael Stehr, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung, Berichte des Vorsitzenden und des Schatzmeisters sowie der Kassenprüfer, Aussprache zu den Berichten, Entlastung und Wahlen.

Dr. Stehr berichtete, dass nur zwei Anträge auf Unterstützung eingegangen waren, die auch positiv beschieden wurden. Die Kassenlage ist gut, Zuwendungen vom DMB waren nicht erforderlich. Bei den Neuwahlen trat Dr. Stehr nicht mehr an, als Nachfolgerin wurde einstimmig Dagmar Wolters gewählt. Im Amt blieb Schatzmeister Wolfgang Schneider, ebenfalls ohne Gegenstimme.

Text: Werner Schiebert, Chefredakteur Leinen los!
Fotos: Matthias Faermann, stellvertretender Chefredakteur Leinen los!

Gespräch unter Freunden: Vizepräsident Werner Schiebert (l.) und Ehrenpräsident Karl Heid blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück.

Der stellvertretende Stadtpräsident Kiels Robert Vollborn betont die engen Verbindungen zwischen Marine und Stadt.

Steht für ein enges Miteinander: FKpt Marco Thiele.

Hans von Wecheln setzt sich engagiert für eine nationale Küstenwache ein.

Stabskapitänleutnant a.D. Egbert Schäuble war 16 Jahre lang ein treuer Begleiter des DMB; Heinz Maurus überreicht ihm die Ehrenmedaille des Präsidenten.

Die mit der Verdienstnadel in Gold Geehrten, Präsident Maurus und der Vorsitzende der MK Kreiensen Dieter Henze stellen sich dem Fotografen.

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