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Wo ist die Schiffsglocke der S.M.S. Siegfried aus Glückstadt geblieben?

Die renommierte Glockengießerei C. Voss & Sohn aus Stettin hat 1889 die Glocke für das Küstenpanzerschiff S.M.S. Siegfried aus Bronze gegossen. Nur sehr wenige der schön gestalteten Glocken der Kaiserlichen Marine existieren noch.

Während der beiden Weltkriege wurden in Deutschland „Zur Sicherung der Metallreserven“ 150.000 Kirchen- und auch Schiffsglocken beschlagnahmt und eingeschmolzen.

Wie durch ein Wunder überlebte die Glocke der S.M.S. Siegfried. Ab etwa 1966 bis zur Auflösung der Marinekaserne 2004 hing die wertvolle Glocke am Signalmast in Glückstadt.

Nach Schließung des Standorts Glückstadt im März 2004 wurden alle Traditionsgegenstände, auch die Glocke, an das Marinesicherungsbataillon 1, später in Marineschutzkräfte umbenannt, heute Seebataillon, übergeben. Der mit der Auflösung des Stützpunkts beauftragte Offizier kann sich daran erinnern, dass die Glocke nach Eckernförde abgegeben worden ist. Nachforschungen beim S4 des Seebataillons in Eckernförde verliefen ergebnislos. Dort ist die Glocke nicht aufgetaucht, niemand kann sich erinnern.

Wo mag dieses wertvolle Zeugnis deutscher Marinegeschichte geblieben sein? In einem Partykeller gelandet oder schnöde als Buntmetall verkauft worden?

Wer kann sich erinnern und Auskunft geben wo die Glocke sich heute befindet?

Text: Uwe Lüthje

Eine historische Aufnahme der Glocke der SMS Siegfried. Foto: Raimund Moser

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