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Blaulicht im Heimathafen

Das wöchentliche Treffen der Mitglieder der Marinekameradschaft Eisbrecher Stettin Bonn-Duisdorf stand am 28. April ganz im Zeichen des Technischen Hilfswerks, vielen besser bekannt als THW. Im Reigen der Vortragsveranstaltungen im Heimathafen auf dem Hardtberg stellte Ralf Reetmeyer, im Hauptberuf Eigentümer und Geschäftsführer der IT-Firma UBR „sein“ Technisches Hilfswerk vor. Seit 46 Jahren engagiert sich Reetmeyer in diversen Funktionen als Helfer und Fachberater in Bonn-Beuel.

Schnell wurde klar, dass man die blauen Fahrzeuge, die in Dunkelblau gekleideten Frauen und Männer schon oft gesehen hatte, das Wissen über das THW aber gegen Null ging.

Das THW ist in seiner Struktur weltweit einmalig, denn 98 Prozent der Angehörigen engagieren sich ehrenamtlich, rund 2 Prozent sind hauptamtlich Beschäftigte. Als Bundesanstalt gehört es organisatorisch zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Inneren. Die Leitung des THW hat ihren Sitz in Bonn. Die THW-Leitung unterteilt sich in drei Abteilungen sowie diverse Stabsstellen und Referate. Die hauptamtliche Struktur verteilt sich bundesweit in acht Landesverbände sowie 66 Regionalstellen. Zudem zählen drei Ausbildungszentren zum THW. Insgesamt arbeiten mehr als 2.200 hauptamtliche Frauen und Männer Hand in Hand gemeinsam mit – und vor allem für – das Ehrenamt.

Den größten Anteil des THW bilden die bundesweit 88.000 Ehrenamtlichen. Sie handeln im Auftrag der Bundesrepublik. In den bundesweit verteilten 669 Ortsverbänden findet ihr ehrenamtlicher Alltag statt. Ihre direkten Kontaktpunkte zum THW-Hauptamt sind die 66 Regionalstellen.

Neben der Struktur der „Blaulicht-Organisation“ ging Reetmeyer auf zahleiche Einsätze des THW ein, Oder- und Ahrflut, Sturmtief „Elly“ sowie Schneeeinsätze in Niedersachsen Anfang 2026 waren ebenso Thema wie der Einsatz in Tschernobyl vor 40 Jahren, Hilfen für Kap Verde, Kuba und Sri Lanka im Dezember 2025 uvm.

Insgesamt war es ein humorvoller und informativer Abend im MK-Heim, der zu vielen Fragen anregte und der viel zu schnell verging.

Text u. Fotos: Werner Schiebert

Die Vorsittzenden der MK, Regina Klewer und Ingo Holdorf, danken für den informativen Vortrag.

Knapp 16 000 Frauen und Mädchane setzen sich ehrenamtlich für das THW ein.

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