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Shantychöre

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An Bord von Schiffen war das Singen von Seemannsliedern schon immer eine beliebte Freizeitbeschäftigung um so eine Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln oder Ruhezeiten sinnvoll zu nutzen. Andererseits wurden viele harte seemännische Arbeiten von Gruppengesang und einem Vorsänger begleitet. Bei Schwerstarbeit auf See wie z. B. dem Anker lichten oder beim Heißen der Segel kam es allerdings mehr auf den Rhythmus als auf den guten Klang an.

In zahlreichen Mitgliedsvereinen des Deutschen Marinebundes gründeten sich bereits in den Nachkriegsjahren Shanty-Chöre, in denen sich sangesfreudige Kameradinnen und Kameraden unter dem Motto „Musik verbindet“ zusammenfanden. Schon bald wagten sich erste Chöre in die Öffentlichkeit und trafen dort auf ein begeistertes Publikum. Fernweh, Seemannsromantik und Trennungsschmerz kommen selbst heute noch auch im tiefsten Binnenland gut an. Man denke an Größen wie Hans Albers, Freddy Quinn oder Lolita, die unvergessen sind. Aber auch mit den Arbeitsgesängen, den sogenannten Shantys sorgen die Sänger und Sängerinnen dafür, dass ein jahrhundertealtes maritimes Brauchtum nicht in Vergessenheit gerät.

Heute sind die Shanty-Chöre aus dem Deutschen Marinebund nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen für eine positive Öffentlichkeitsarbeit des Dachverbandes und sind oft sogar bekannter als die örtlichen Marinekameradschaften, -vereine oder -vereinigungen. Der Deutsche Marinebund hat diese Bedeutung erkannt und schon seit Jahren einen Shanty-Chor-Beauftragen, der im Vorstand des Dachverbandes vertreten ist.