Chorkonzert mit Überraschung
Anfang Mai veranstaltete der Shantychor wieder einmal ein maritimes Konzert in Göttingen. In der Mehrzweckhalle im Stadtteil Grone hieß es „Leinen los in Grone 2026“, ein rund zweistündiges Konzert mit Shanties, Seemannsliedern und Liedern von der Waterkant. Der Shantychor unter der Leitung von Chorleiter Harry Kühne in Begleitung seiner Band präsentierte sich in sehr guter musikalischer Verfassung und das Publikum ging vom ersten Titel an richtig bei dem abwechslungsreichen Programm mit. Auch einige Titel, die schon lange nicht mehr im Programm waren, waren in überarbeitetem Arrangement neu dabei. Am Ende gab es Standing Ovations – das bekommt man ja nicht so oft.
Das Catering hatte die freiwillige Feuerwehr aus Göttingen-Geismar übernommen, dem Stadtteil, in dem die Marinekameradschaft mit ihrem Shantychor im Vereinsheim des dortigen MTV beheimatet ist. Passend zu den Shanties gab es natürlich u. a. leckere Matjesbrötchen.
Die Sammlung zugunsten der DGzRS erbrachte über 130 Euro.
In der Pause gab es vor der Halle ein kleines Intermezzo: Zwei junge Männer, die mit einem historischen Lada auf einer Challenge unterwegs waren, hatten als Aufgabe bekommen, einen Shantychor mit ihrem Fahrzeug musikalisch ins Bild zu setzen. Also nahm Akkordeonspieler Uwe Lampe auf der Kühlerhaube Platz, die Sänger positionierten sich drum herum und dann ging es „Auf die Reeperbahn nachts um halb eins“. Dafür gab es bei der Challenge dann übrigens 5 Punkte!
Rund zwei Wochen später fand wieder ein „Offenes Singen“ mit dem Shantychor statt. Eine Aktion, die der Sänger- und Musikerwerbung für den Chor dienen soll – dieses Mal waren insbesondere auch Frauen mit Alt-Stimmlage angesprochen, weil es in der Tenorstimme des Chores immer weniger Sänger gibt. Es war eine gelungene Veranstaltung und von den rund 20 Gästen waren drei der Damen interessiert und wollen zu den nächsten Chorproben kommen. Es soll erst einmal ein Projekt sein, denn es gibt einige Vorbehalte bei dem ein oder anderen Sänger – immerhin ist man seit über 51 Jahren ein reiner Männer-Shanty-Chor, die Damen durften bislang nur musizieren.
Dass Frauen nicht im Chor mitsingen dürfen, hatte bei vorherigen „Offenen Singen“ übrigens immer wieder für Enttäuschung gesorgt.
Text: Holger Quentin, Fotos: MK Göttingen










