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Lebensraum Wattenmeer

Umweltminister Tobias Goldschmidt hat am 30. Januar die Ausstellung „Heimische Robben im Weltnaturerbe Wattenmeer“ in der Seehundstation Friedrichskoog eröffnet. Diese bietet Besucherinnen und Besuchern zukünftig authentische Einblicke in das Leben der beiden heimischen Robbenarten Seehund und Kegelrobbe. Das Ausstellungsgebäude mit Robbenblick wurde mit rund einer Million Euro vom Land Schleswig-Holstein sowie rund 215.000 Euro von der Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein gefördert.

„Das Wattenmeer samt seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt ist ein ganz besonderes Juwel. Wir müssen gut mit ihm umgehen und so viele Menschen wie möglich für einen behutsamen Umgang sensibilisieren. Es geht darum, dass das Weltnaturerbe auch ein Erbe für die kommenden Generationen bleibt. Die neue Ausstellung schafft Begeisterung für das Wattenmeer und hat mit dem Seehund und der Kegelrobbe zwei ausgezeichnete Botschafter“, unterstrich Goldschmidt den Wert der neuen Ausstellung.

Sowohl Seehund als auch Kegelrobbe sind sehr mobil und kennen weder Landes- noch Schutzgebietsgrenzen. Aus diesem Grund legt die Ausstellung, die sich an alle Zielgruppen vom Kindergarten bis hin zur Seniorengruppe richtet, einen zentralen Fokus auf das Aufeinandertreffen von Mensch und Tier. Der umfangreich überarbeitete Ausstellungsbereich mit direktem Robbenblick bietet Gästen zahlreiche interaktive und erlebnisorientierte Informationselemente und soll aktiv zur Sensibilisierung für den Schutz des Wattenmeers und all seiner Bewohner beitragen.

Hintergrund:

Die im Jahr 1985 eröffnete Seehundstation in Friedrichskoog ist Nationalparkhaus, Bildungseinrichtung und die einzige berechtigte Einrichtung zur Aufzucht und Rehabilitation von Robben in Schleswig-Holstein. Seit Anfang an finanziert die Station, die seit den 1990er Jahren bis ins Jahr 2019 als gemeinnützig anerkannter Verein organisiert war, ihren kompletten Betrieb aus Spenden und Eintrittsgeldern. Dies soll nun als gGmbH, deren Hauptgesellschafter das Land Schleswig-Holstein ist, nach Abschluss des Aus- und Umbaus, auch weiterhin der Fall sein. Die Seehundstation hat sich von einer kleinen Aufzucht- und Forschungsstation zu einer der bekanntesten Einrichtungen in Schleswig-Holstein entwickelt. Den Aus- und Umbau der Station hat das Land Schleswig-Holstein mit insgesamt rund 6,5 Millionen Euro gefördert.

Text: MEKUN, Foto: Pixabay

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