TOP-Ausbildungsbetrieb
Die Ausbildungswerkstatt des Marinearsenals in Kiel ist von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet worden.
Das Marinearsenal hält die Schiffe und Boote der Deutschen Marine instand und unterhält mit der Ausbildungswerkstatt am Ostufer der Kieler Förde einen eigenen Ausbildungsbetrieb, in dem Nachwuchskräfte in technischen Berufen in Theorie und Praxis geschult werden. Dort bilden 13 hauptamtliche Ausbilder derzeit 99 Auszubildende aus. „Besonders überzeugte neben dem großen Engagement und der Anzahl hochqualifizierter Ausbilder die moderne und umfangreiche technische Ausstattung der Ausbildungswerkstatt, die in ihrem Bereich Maßstäbe setzt“, sagt Andreas Alexander Eule, Vizepräsident der IHK zu Kiel. „Durch diese Kombination werden die Auszubildenden hervorragend auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet.“ Davon profitierten nicht nur die Auszubildenden selbst, sondern auch der Standort Kiel. Der Grund: „Die Ausbildungswerkstatt des Marinearsenals bildet über den eigenen Bedarf hinaus aus. Diese Fachkräfte stehen im Anschluss dem Markt zur Verfügung, der aktuell großen Bedarf an Nachwuchs hat.“
In der Kieler Ausbildungswerkstatt werden aktuell 99 junge Menschen in drei Berufen ausgebildet: 38 Industriemechanikerinnen und -mechaniker, 38 Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme sowie 23 IT-System-Elektronikerinnen und -elektroniker. Zum 1. September 2026 haben gerade 32 junge Menschen ihre Ausbildung begonnen. Die Ausbildung dauert für die IT-System-Elektroniker drei Jahre und für die Elektroniker für Geräte und Systeme und Industriemechaniker dreieinhalb Jahre.
Auch die Auszubildenden selbst loben die Qualität ihrer Ausbildung. Leonard Beeck lernt den Beruf des Industriemechanikers im zweiten Lehrjahr. Er sagt: „Durch eine höhere Anzahl an Auszubildenden in einem Ausbildungsjahr ist der Lerneffekt des voneinander Lernens höher.“ Sein Kollege Tim Lindenberg hat die Ausbildung zum Industriemechaniker gerade bestanden, resümiert: „Die Ausbildungswerkstatt ist sehr modern und hat ein sehr gutes Zeitmanagement um Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Außerdem wird das Fachwissen sehr gut übermittelt und Lernunterschiede ausgeglichen, unter anderem durch vielseitige Projekte und umfassende Aufgaben.“
Seit 1960 haben bereits mehr als 2.700 Auszubildende ihre Ausbildung in der Kieler Ausbildungswerkstatt erfolgreich abgeschlossen. Die Ausbildungswerkstatt entwickelt ihre Inhalte kontinuierlich weiter und vermittelt den Auszubildenden auch technische Entwicklungen, die über die Anforderungen des Ausbildungsrahmenplans hinausgehen. „Gleichzeitig nimmt die persönliche Entwicklung der jungen Menschen einen hohen Stellenwert ein“, lobt IHK zu Kiel-Vizepräsident Eule. Zusätzliche Projekte, Truppen- und Messebesuche sowie Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ergänzen die Ausbildung.
„Die gewerbliche Ausbildung ist für uns innerhalb des Marinearsenals ein Zukunftsprojekt“, sagt der Leitende Direktor des Marinearsenals, Diplom-Ingenieur Rainer Sacher. „In Zeiten des demografischen Wandels und eines spürbaren Fachkräftemangels profitieren wir von den außergewöhnlichen Leistungen unserer Ausbildungswerkstätten. So gestalten wir aktiv die Zukunft unseres Marinearsenals.“
Auch bei der Nachwuchsgewinnung engagiert sich die Ausbildungswerkstatt: Beim Girls’Day, Karrieretagen, Schulkooperationen sowie Ferien- und Schülerpraktika erhalten junge Menschen die Möglichkeit, technische Ausbildungsberufe kennenzulernen und selbst praktische Erfahrungen zu sammeln.
Die Auszeichnung als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ unterstreicht damit die besondere Bedeutung des Marinearsenals für die berufliche Ausbildung und die Fachkräftesicherung in der Region.
Text: IHK zu Kiel, Foto: IHK/Tom Körber
Feierstunde im Kieler Marinearsenal: Rainer Sacher, Leitender Direktor des Marinearsenals (Bildmitte, mit Preis) hält die Auszeichnung zum "TOP-Ausbildungsbetrieb" von der IHK zu Kiel in seinen Händen, hier unter anderen mit Jonathan Rose, Auszubildender im 2. Lehrjahr zum Industriemechaniker (1. v. li.), Nesimi Temel (SPD, 3. v. li.), Ratsherr in der Kieler Ratsversammlung, Andreas Alexander Eule (5. v. re.), Vizepräsident der IHK zu Kiel, Jörg Diekmann (4. v. re.), Leiter der Ausbildungsabteilung der IHK zu Kiel, und weitere Auszubildende und Arsenal-Angehörige.




