Bau von mehreren Fregatten
Ein wichtiger Meilenstein zur Leistungssteigerung der Deutschen Marine ist am Dienstag gesetzt worden: Die in Kiel beheimatete Großwerft TKMS hat jetzt gemeinsam mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen sogenannten Vorvertrag über den Bau von mehreren Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU unterzeichnet.
Die Abkürzung MEKO steht dabei für „Mehrzweck-Kombination“. Wie die beiden Vertragspartner weiter mitteilten, diene dieser Vertrag dazu, „die Ablieferung des ersten Schiffes bis Ende 2029 zu ermöglichen und zentrale vorbereitende Maßnahmen einzuleiten“. Der Start der vorbereitenden Maßnahmen soll noch im Laufe des Monats beginnen. Dr. Oliver Juckenhöfel, Executive Vice President Surface Vessels bei TKMS, kommentiert den Abschluss mit den Worten: „ „Mit dem Vorvertrag wird die Grundlage für den unmittelbaren Projekthochlauf geschaffen. Der Vertrag ermöglicht uns insbesondere die Materialbeschaffung sowie den Beginn sofortiger Stahlarbeiten auf der Bauwerft.“
Indes hat die Gewerkschaft IG Metall Küste auf ihrer Jahrespressekonferenz am Dienstag in Hamburg darauf hingewiesen, dass die deutschen Werften auch als Folge der zahlreichen neuen Aufträge zugunsten der Deutschen Marine bis weit in die nächste Dekade hinein „voll ausgelastet“ seien. Das werde auch dazu führen, dass die Beschäftigung im deutschen Schiffbau in den kommenden Jahren deutlich zunehmen werde, von derzeit rund 15.000 Mitarbeitern um zusätzlich mindestens 5000 Arbeitnehmer in den kommenden Jahren. Diesen personellen Zusatzbedarf rasch zu befriedigen, um das prall gefüllte Auftragsbuch auch termingerecht abarbeiten zu können, werde die Werften vor erhebliche Herausforderungen stellen, erwartet Friedrich. Was die Entwicklung bei TKMS angeht, rechnet Chef-Gewerkschafter Friedrich damit, dass spätestens Anfang 2027 am neuen TKMs-Standort Wismar mit der Fertigung von Marineschiffen begonnen werden könnte.
Text: Eckhard Arndt, Foto: TKMS




