Torpedo-Auftrag für TKMS
Rekordauftrag über die Lieferung von DM2A5-Schwergewichtstorpedos und dem zugehörigen Equipment für die U-Boote der Klasse 212CD. Optimierte Steuerung über Glasfaserkabel, digitale Sonartechnik und hohe Reichweiten für maximale Effektivität. Das 212CD-Programm trägt entscheidend zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas und der Beziehung zwischen Deutschland und Norwegen bei.
TKMS und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) haben heute einen Rahmenvertrag über die Lieferung von DM2A5-Schwergewichtstorpedos und dem zugehörigen Equipment für die U-Boote der Klasse 212CD in Koblenz unterzeichnet. Der Auftrag umfasst die Entwicklung, Produktion und Lieferung der Schwergewichtstorpedos. Über den Auftragswert und das Auftragsvolumen wurde Stillschweigen vereinbart.
„Dieser Auftrag stellt den bisher größten Torpedo-Auftrag in unserer Konzerngeschichte dar. Er ist ein strategischer Erfolg für TKMS und das Segment ATLAS ELEKTRONIK und unterstreicht unsere führende Rolle bei der Entwicklung und Lieferung fortschrittlicher Unterwassertechnik. Die DM2A5- Schwergewichtstorpedos werden die Fähigkeiten der U-Boote der Klasse 212CD erheblich verbessern und einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und seiner Partner leisten“, betont Michael Ozegowski, Executive Vice President des Segments ATLAS ELEKTRONIK.
Die DM2A5-Schwergewichtstorpedos wurden auf Basis der Software Defined Defense (SDD) entwickelt. Diese ermöglicht eine hohe Flexibilität und eine schnelle Anpassung an neue Bedrohungen. Der DM2A5 verfügt über ein modulares, batteriebasiertes elektrisches Antriebssystem für hohe Geschwindigkeit und große Reichweite bei geringer akustischer Signatur. Ein fortschrittliches digitales Sonar ermöglicht zudem den Einsatz in Multi-Ziel- Szenarien und komplexen Umgebungen. Die Glasfaser-Verbindung zur Trägerplattform ermöglicht eine hohe Datenrate und gewährleistet eine präzise Navigation und Steuerung.
Über das 212CD-Programm
Das deutsch-norwegische U-Boot-Programm trägt entscheidend zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas und der Beziehung beider Länder bei. Die Deutsche Bundesregierung stimmte im Dezember 2024 mehrheitlich für die Beschaffung ihrer vier Optionsboote. Damit stieg die Anzahl der bei TKMS bestellten 212CD-U-Boote für die Deutsche Marine von ursprünglich zwei auf insgesamt sechs U-Boote. Mit der norwegischen Auftragserweiterung um zwei U-Boote, die kürzlich angekündigt wurde, erreicht das Programm sein bislang geplantes maximales Auftragsvolumen von insgesamt 12 U-Booten. Als nächste Phase besteht die Möglichkeit der Programmerweiterung um potentiell 12 kanadische U-Boote. Hierfür setzt sich TKMS mit seinen deutschen und norwegischen Partnern im laufenden Wettbewerbsverfahren ein.
Text: TKMS; Foto: Bundeswehr/Dirk Bannert




