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Vortrag zur Sicherheitspolitik

Um über Sicherheitspolitik und Wege einer zivil-militärischen Zusammenarbeit im Ostseeraum zu diskutieren, kamen ca. 70 zivile und militärische Angehörigen des Schifffahrtmedizinischen Instituts der Marine zu einem Vortrag von Dr. Sebastian Bruns vom Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein zusammen.

In seinem anschaulichen Vortrag setzte Dr. Bruns seinen Schwerpunkt auf eine Erörterung des Schutzes der kritischen Infrastruktur – kurz KRITIS – in einer maritimen Umgebung. Zu KRITIS gehören all jene Einrichtungen oder Organisationen, deren Störung zu zentralen Einschränkungen gesamtgesellschaftlicher Funktionen führen würde, wie z.B. die Energieversorgung. Dr. Bruns beschrieb hierbei mit zahlreichen Beispielen die sich stetig wandelnde Lage im Ostseeraum – vom Ende des Kalten Krieges über den Angriff Russlands auf die Ukraine bis hin zu potentiellen zukünftigen Veränderungen aufgrund der sich wandelnden Beziehungen im NATO-Bündnis.

Zudem betonte Dr. Bruns, dass eine Resilienz zentral über die Entwicklung von Redundanzen kritischer Infrastruktur im maritimen Raum zu erzielen sei. Daneben wurde in der lebhaften Diskussion auch deutlich, dass die Bevölkerung über die Notwendigkeit eigener Schutzvorkehrungen sensibilisiert werden müsse. So sei der Selbstschutz der Bevölkerung ebenso essentieller Bestandteil einer zivil-militärischen Zusammenarbeit nicht nur für den Krisen- oder Verteidigungsfall, sondern auch im Zuge von Katastrophen- und Zivilschutz. Einig waren sich die Parteien zudem darin, dass der Ostseeraum auch in Zukunft ein zentraler Hotspot der Sicherheitspolitik bleiben wird.

Text u. Foto: SchiffMedInstM

Dr. Sebastian Bruns (Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein) und Flottenarzt Dr. Karsten Wegner (Leiter des Schifffahrtmedizinischen Instituts der Marine) im Gespräch über Sicherheit im Ostseeraum
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